Neue Studie: So wirken sich Konflikte und Unruhen auf die Reisepläne aus
Laut einer aktuellen Studie von Global Rescue haben 29% der erfahrensten internationalen Reisenden weltweit eine Auslandsreise im Jahr 2026 aufgrund von Sicherheitsbedenken wegen Konflikten oder Unruhen am Reiseziel storniert, verschoben oder geändert.

Gleichzeitig geben nicht weniger als 72% der Reisenden an, dass Spannungen, Unruhen und Sicherheitsbedenken ihre Reiseziele zumindest in gewissem Maße beeinflussen. Bei 42% fällt dieser Einfluss sogar „stark“ oder „sehr stark“ aus, während lediglich 8% sagen, dass Sicherheitsbedenken bei der Wahl internationaler Reiseziele keine Rolle spielen.
Dennoch hielten 71% trotz der zunehmend unsicheren globalen Sicherheitslage im Jahr 2026 an ihren ursprünglichen Reiseplänen fest. Von denen, die ihre Pläne änderten, wählten 9% ein alternatives Reiseziel, 7% verschoben eine Auslandsreise und 6% stornierten eine Reise ganz. Bei den Reisenden mit Wohnsitz außerhalb der USA wählten allerdings 14% ein anderes Reiseziel, bei den Reisenden mit Wohnsitz in den USA waren es hingegen nur 8%.
Information durch verlässliche Quellen
Bei der Beurteilung der Sicherheit eines Reiseziels verlassen sich erfahrene Reisende überwiegend auf verlässliche Quellen. Fast 49% nennen Reisehinweise der Regierung als wichtigste Informationsquelle vor internationalen Reisen. Weitere 21% verlassen sich hauptsächlich auf Nachrichten in den traditionellen Medien, während sich 16% zunächst an spezialisierte Anbieter von Reisesicherheitsinformationen wenden.
Dan Richards, Geschäftsführer von The Global Rescue Companies, ordnet die Ergebnisse der Studie ein: „Internationale Reisende passen sich einer Welt an, in der geopolitische Instabilität zum Teil der Reiseplanung geworden ist. Sicherheitsprobleme veranlassen sie, Reiseziele neu zu bewerten, die noch vor wenigen Jahren als Routine galten. Sie geben das internationale Reisen aber nicht auf - sie treffen lediglich fundiertere Entscheidungen darüber, wohin und wann sie reisen.“
Erfahrene Reisende würden sich auch nicht allein auf Schlagzeilen oder soziale Medien verlassen, so Richards: „Sie vergleichen Regierungshinweise, verfolgen glaubwürdige Berichte in den Medien und holen professionelle Sicherheitsinformationen ein, um zu verstehen, was vor Ort passiert, bevor sie sich auf eine Reiseroute festlegen. Letztlich wissen sie, dass eine informierte Auswahl des Reiseziels eine der effektivsten Möglichkeiten ist, das Risiko zu reduzieren und gleichzeitig die Welt zu genießen“. (red)



