Mehr Touristen, mehr Stress: Geschäftsreisende meiden Hotspots
Städte wie Paris, Barcelona oder Amsterdam ziehen Reisende aus aller Welt an. Ihre Beliebtheit hat jedoch einen Preis: überfüllte Straßen, ausgebuchte Hotels und hohe Preise.

Allein in Europa waren laut UN Tourism im ersten Quartal 2026 mehr als 130 Millionen Touristen unterwegs. Das trifft auch jene, die beruflich reisen. 72% der deutschen Geschäftsreisenden waren schon in einer Region unterwegs, die von Touristen überlaufen war. Das zeigt die achte Global Business Travel Survey von SAP Concur und Wakefield Research.
„Metropolen bieten gute Bedingungen für Geschäftsreisen: starke Infrastruktur, kurze Wege, internationale Anbindung. Wo aber Touristen die Innenstädte füllen, kostet jeder Termin mehr Zeit und Nerven“, weiß Michael Schmitz, Head of SAP Concur MEE: „Wer Meetings gezielt abseits der Hotspots abhält und stark besuchte Ziele in der Hochsaison meidet, spart Kosten und die Mitarbeitenden reisen angenehmer.“

Wie zu viel Tourismus die Geschäftsreisen ausbremst
Knapp jeder siebente deutsche Geschäftsreisende (15%) hat schon einmal erlebt, dass sein Business-Trip durch zu viele Touristen beeinträchtigt wurde. Weltweit sagt das sogar fast jeder Vierte (24%). Acht von zehn deutschen Befragten buchen deshalb Unterkünfte außerhalb touristischer Gegenden (83%).
Die Gründe sind vor allem höhere Kosten (39%), ein schlechteres Vorankommen (35%) und die knappe Verfügbarkeit der bevorzugten Reiseoption (32%). Fast jeder Sechste (17%) sorgt sich zudem um die eigene Sicherheit und fürchtet Anfeindungen durch Einheimische. Hintergrund ist die wachsende Tourismuskritik in vielen Hotspots, in denen Wohnraum knapp wird und die Lebenshaltungskosten steigen.
Komfort entscheidet über die Reisebereitschaft
Ein weirerer wichtiger Punkt: Fast jeder fünfte deutsche Geschäftsreisende (18%) meidet stark besuchte Gegenden allein wegen des fehlenden Komforts. Wohlbefinden gehört jedoch zur Geschäftsreise dazu. Jeder fünfte deutsche Reisende (20%) erwartet heute mehr Komfort als vor einigen Jahren. Weltweit liegt der Wert mit 36% sogar deutlich höher. Wer das nicht bietet, riskiert, dass Mitarbeiter seltener reisen. Vier von zehn Travel Managern (39%) sehen darin ein Risiko für ihr Unternehmen.
Zusätzliche Informationen zur Umfrage - einschließlich zusätzlicher Ergebnisse - sind auf dem Blog von SAP Concur sowie im globalen Whitepaper für Geschäftsreisende "Wakefield-Report 2026: Globale Travel Studie - SAP Concur" zu finden. Weitere Studienergebnisse sollen in den nächsten Wochen veröffentlicht werden. (red)



