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Chefsache Business Travel: Neue Meeting-Formate prägen die Zukunft

Die Geschäftsreise der Zukunft ist kürzer, zielgerichteter und gleichzeitig persönlicher. Neue Reiseformate wie Zero-Day-Trips, regionale Meetings und hybride Messeformate verändern derzeit die Spielregeln grundlegend, schreibt die DRV-Initiative Chefsache Business Travel in einer Aussendung.

|  (c) Bild generiert mit Microsoft Copilot

Für Unternehmen bedeutet das laut DRV: Wer seine Geschäftsreisen effizient und gleichzeitig mitarbeiterorientiert gestaltet, verschafft sich klare Wettbewerbsvorteile. Für Travel Manager wird somit die Frage immer wichtiger, wie sich Effizienz und Zufriedenheit der Mitarbeiter sinnvoll verbinden lassen.

„Geschäftsreisen werden heute vor allem ermöglicht, wenn sie Wirkung erzeugen – sowohl wirtschaftlich von Unternehmensseite als auch aus Sicht der Mitarbeitenden“, erklärt Markus Orth, Geschäftsführer Lufthansa City Center und Mitglied der DRV-Initiative Chefsache Business Travel: „Der Fokus verschiebt sich weg von Standardprozessen hin zu intelligenten, bedarfsgerechten Reiseformaten.“

Der Markt wächst – aber die Logik hat sich verändert

Die europäischen Geschäftsreiseausgaben werden 2026 laut GBTA auf rund 389,9 Milliarden Euro steigen. Das bedeutet einen Zuwachs von 8,2% gegenüber dem Vorjahr. Doch hinter diesem Wachstum verbirgt sich ein grundlegender Wandel: Im Zuge steigender Kosten wird das Modell „wöchentliche Kurztrips in alle Richtungen“ zunehmend durch weniger, aber gezielter geplante und häufiger gebündelte Reisen ersetzt.

Statt vieler einzelner Kurztrips werden Meetings also häufiger zusammengelegt und Reisen strategischer geplant. Laut VDR-Geschäftsreiseanalyse 2026 dauern 34% der Geschäftsreisen maximal einen Tag, weitere 38% zwei bis drei Tage. Insgesamt entfallen damit 72% aller Geschäftsreisen auf kurze Formate. Zero-Day-Trips und regionale Kurzformate sind Ausdruck dieser Entwicklung: Sie gewinnen dort an Bedeutung, wo sich Termine ohne Übernachtung sinnvoll abbilden lassen.

Diese Entwicklung spiegelt einen grundsätzlichen Wandel im Travel Management wider: Nicht die Anzahl der Reisen steht im Vordergrund, sondern ihre Passgenauigkeit. Unternehmen prüfen zunehmend, wann eine Reise wirklich notwendig ist und wann digitale oder regionale Alternativen sinnvoller sind. „Die zentrale Frage lautet heute nicht mehr: Wie reisen wir am besten? Sondern: Welche Form des Austauschs ist für dieses Ziel wirklich die richtige?“, so Orth.

Messe- und Kongressreisen im Wandel

Auch im Bereich Meetings & Events zeigt sich ein klarer Trend: Hybride Formate bleiben relevant, entwickeln sich jedoch weiter. Dabei agieren die Unternehmen unter einem neuen Vorzeichen: Laut dem aktuellen MICE Report 2026 der Event Inc Group planen 60% der Unternehmen für das aktuelle Jahr mit stabilen Budgets. Dies führt dazu, dass sie Veranstaltungsformate stärker selektieren und exakt auf den jeweiligen Business-Mehrwert ausrichten.

Geschäftsreisen zu Messen und Kongressen werden also selektiver, dafür aber strategischer geplant - mit klar definiertem Mehrwert und stärkerem Fokus auf Networking und persönlicher Interaktion. Das erhöht die Relevanz einzelner Reisen, stellt aber auch höhere Anforderungen an die Planung und Steuerung, betont Markus Orth.

Die Zukunft der Geschäftsreise liegt also in der Balance: weniger Reisen, aber gezielter - und effizienter organisiert, aber stärker an den Bedürfnissen der Mitarbeiter ausgerichtet. Die Initiative Chefsache Business Travel des DRV sieht darin eine zentrale Aufgabe für Unternehmen und Travel Manager: Es geht nicht mehr nur darum, Reisen zu organisieren, sondern darum, sie strategisch zu gestalten. (red)





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