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Studie von BCD Travel: Die größten Risiken für Geschäftsreisende

Der aktuelle Travel Risk Outlook Report von BCD Travel erläutert die 7 größten Risikokategorien und wie sich diese auf Geschäftsreisende auswirken können.

Foto: BCDTravel
Foto: BCDTravel BCDTravel: Travel incidents by type 2018-2021

„Geschäftsreisende sind einer größeren Bandbreite von Risiken ausgesetzt“, erklärt Jorge Mesa, Director of Global Crisis Management bei BCD Travel. „Unternehmen sollten sich mit diesen Risiken vertraut machen und dafür sorgen, dass ihre Reisenden sicher unterwegs sind. Das vor allem in den letzten zwei Jahren angeeignete Fachwissen von Travel Managern, Einkäufern und Security Managern war noch nie so wertvoll wie jetzt.“

Für den Bericht hat BCD interne Statistiken seines Global Crisis Management (GCM) Teams und externe Quellen wie IATA, IPCC, WHO, Oxford Economics und das Weltwirtschaftsforum herangezogen. Das GCM Team ist für die Überwachung globaler Risiken und Vorfälle 24/7 verantwortlich.

7 Risikokategorien für Geschäftsreisende 

Der neue Bericht enthält Informationen auf deren Basis Travel Manager, Einkäufer und Firmenreiseteams ihre Geschäftsreiseprogramme anpassen können. Die Auseinandersetzung mit diesen Gefahren stellt besonders vor dem Hintergrund wieder ansteigender Geschäftsreisetätigkeit und andauernder Unsicherheit eine unternehmerische Notwendigkeit dar.

Der Travel Risk Outlook Report beschreibt sieben Risikokategorien, die sich auf Geschäftsreisen auswirken können:

1. Wirtschaftliche Prognosen: Die wirtschaftlichen Voraussetzungen sind möglicherweise die größte Herausforderung für Firmenreiseprogramme. Unternehmen stehen in Sachen Kosten und Reisebudgets unter Druck.

2. Klimawandel und extreme Wetterereignisse: Statistiken von BCD zeigen eine Zunahme von Reiseunterbrechungen durch Naturereignisse. Im Jahr 2020 stieg die Zahl der Zwischenfälle pro eine Million Flugpassagiere im Vergleich zum Vorjahr um 82%. 2021 wurde ein weiterer Anstieg um 23% verzeichnet. Nach Angaben des Weltklimarats (Intergovernmental Panel on Climate Change - IPCC) werden in den nächsten zwei Jahrzehnten unvermeidbare, vielfältige Klimagefahren auftreten.

3. Geopolitische Entwicklungen: Der Krieg in der Ukraine ist eine ernüchternde Erinnerung an die zerstörerische Kraft geopolitischer Risikofaktoren und deren rapides Eskalationspotenzial. Um die Sicherheit der Reisenden zu gewährleisten ist ein umfassendes Programm für das Management von Reiserisiken von großer Wichtigkeit. Ferner müssen Unternehmen derartige Entwicklungen genau verfolgen.

4. Persönliches Risiko: Die Unvorhersehbarkeit von Entführungen oder Terroranschlägen macht das Lokalisieren von und die Kommunikation mit Geschäftsreisenden zur wichtigen Aufgabe von Travel Managern.

5. Cybersicherheit: Die schnelle Umstellung auf Homeoffice während der Pandemie erhöhte das Risiko von Cyberangriffen auf IT-Systeme. 2022 werden voraussichtlich 31% aller Beschäftigten weltweit in hybrider oder vollständiger Telearbeit tätig sein; Unternehmen müssen sich darauf einstellen, dass dieses Risiko weiterhin bestehen bleibt.

6. Gesundheitliche Risiken: Die Gefährdung durch Krankheiten wie Masern, Mumps und Röteln hat sich aufgrund von Impfskepsis sowie des vermehrten Einsatzes medizinischer Ressourcen zur Bewältigung der Pandemie erhöht. Wissenschaftler sind außerdem weiterhin besorgt wegen des möglichen Auftretens einer neuen COVID-19-Variante, die hochgradig ansteckend und resistent gegen existierende Impfstoffe sein könnte.

7. Neue Welt, neue Reiserisiken: Der Übergang zur Telearbeit verändert die Art und Weise, wie wir arbeiten und reisen. Um sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter geschützt sind, sollten Unternehmen von Travel Risk Management auf People Risk Management umstellen. Ferner ist der urbane Flugverkehr (Stichwort Urban Air Mobility) auf dem Vormarsch. 2021 war außerdem ein Meilenstein für die kommerzielle Raumfahrt.

Strukturelle Veränderungen von Risiken

Während alltägliche Risiken wie Reiseunterbrechungen, Diebstahl oder verlorenes Gepäck bestehen bleiben, berichtet das GCM Team von BCD, dass sich die Art der Reiserisiken in den letzten vier Jahren deutlich verändert hat.

  • Naturereignisse erweisen sich als störender, wobei extreme Wetterbedingungen, Erdbeben und Waldbrände 24% aller Vorfälle im Jahr 2021 ausgemacht haben (gegenüber 18% im Jahr 2018).
  • Unruhen und Gewalttaten machten 2021 20% aller risikobezogenen Ereignisse aus (gegenüber 15% 2018). Das zeigt, dass Risiken sich nicht allein auf die An- und Abreise beschränken. Reisende sind am Zielort ebenso gefährdet und benötigen daher während der gesamten Reise Unterstützung durch die zuständigen Teams.
  • Zwischenfälle im Zusammenhang mit Flugreisen gingen von einem Anteil von 29% im Jahr 2018 auf 20% im Jahr 2021 zurück. Das bedeutet jedoch nicht unbedingt weniger Flugunterbrechungen. In Anbetracht des Anstiegs der Zwischenfälle im Bahnverkehr (von 15% im Jahr 2018 auf 20% im Jahr 2021) könnte es sein, dass Reisende verstärkt alternative Verkehrsmittel genutzt haben oder schlicht weniger Reisen getätigt haben, die einen Flug erfordern.

„Nicht alle Unternehmen sind auf Geschäftsreisen in Länder angewiesen, in denen Entführungen oder geopolitische Unruhen ein erhöhtes Risiko darstellen“, so Mike Janssen, Global Chief Operating Officer und Chief Commercial Officer bei BCD.
„Jedoch wächst weltweit die Anzahl unterschiedlicher Gefahren, die Firmen und ihre Belegschaft bedrohen. Die Recherchen unseres GCM Teams zeigen, dass es notwendig ist, jetzt zu handeln, und Risikomanagement-Strategien auf Reisemuster und Unternehmensziele anzupassen und anzuwenden.“ (red) 





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