22 November 2018, 17:08   
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Wachsende Kluft zwischen Richtlinien und Geschäftsreisenden

Für fast 70% der Travel Manager ist die Durchsetzung der Reiserichtlinien eine der größten Herausforderungen ihrer Arbeit. Das ist das Ergebnis der Umfrage „Improving Hotel Programs in 2019“ der Global Business Travel Association (GBTA) und von RoomIt by CWT.
Foto: William Perugini / shutterstock.com

Die Reduzierung der Reisekosten, eine stärkere Einhaltung der Reiserichtlinien und die Zufriedenheit der Geschäftsreisenden stehen jedenfalls ganz oben auf der Liste der Ziele, die sich die Travel Manager für ihre Reiseprogramme 2019 gesetzt haben.

Wie die Umfrage zeigt, gibt es allerdings viele Geschäftsreisende, die ihre bevorzugten Hotels und Zusatzleistungen außerhalb der Richtlinie buchen – gleichzeitig aber auch große Wissenslücken, was die Inhalte der Reiserichtlinien des Unternehmens betrifft.

Amerikaner lieben Luxushotels

Die Reiseeinkäufer verhandeln typischerweise mit einer Vielzahl von Anbietern, um ihren Reisenden die bestmöglichen Raten zur Verfügung zu stellen. Die große Mehrheit der Geschäftsreisenden (78%) ist auch mit den erlaubten Hotelraten zufrieden. Trotzdem sagen zwei Drittel, sie würden gern mehr ausgeben dürfen, um die Hotels zu buchen, die ihren Bedürfnissen besser entsprechen.

Vor allem Geschäftsreisende aus den USA neigen dazu, Luxushotels zu buchen, auch wenn diese außerhalb der Richtlinien liegen. Nur 7% der europäischen Einkäufer sagen, dass sie Luxushotels in ihren Hotelprogrammen überhaupt zulassen – in den USA sind es 16%.

Durchschnittlich buchen 8% der britischen und 7% der französischen Reisenden Luxushotels – aber 30% der US-Geschäftsreisenden. Der Trend, dass US-Reisende außerhalb der Richtlinien buchen, könnte also damit zu tun haben, dass sie mit den erlaubten Hotelraten unzufrieden sind.

Der Wunsch nach Zusatzleistungen

Weiters möchten viele Reisende Zusatzleistungen buchen, die ihre Zufriedenheit steigern – auch wenn diese nicht immer in ihrer Reiserichtlinien berücksichtigt werden. Mehr als drei Viertel würden deshalb Raten bevorzugen, die bereits mehrere Leistungen inkludieren – auch wenn die Rate dann etwas teurer ist. Jedoch erlauben nur 11% der Reiseprogramme in jedem Fall die Buchung solcher Pakete.

Laut der Umfrage buchen viele Reisende Raten mit inkludierten Leistungen – oft im Glauben, dass diese letztendlich günstiger im Gesamtpreis sind, was jedoch nicht unbedingt zutrifft. Auf die Frage, welche Zusatzleistungen sie auf Geschäftsreisen kaufen würden, wenn die Reiserichtlinie keine Grenzen setzen würde, nannten die Reisenden unter anderem WLAN, Zugang zu Fitnessräumen und Room-Service.

Die Rolle der Treueprogramme

Auch die fehlende Möglichkeit, Treuepunkte zu sammeln, könnte zu Unzufriedenheit unter den Reisenden führen: 71% sind der Meinung, sie sollten diese Möglichkeit haben, wenn sie ihre Zeit schon für Geschäftsreisen aufwenden. 51% würden sogar eine Ermahnung für die Überschreitung der Richtlinien riskieren, wenn sie dafür ein Hotel mit Treueprogramm buchen können.

In den USA spielen Treuepunkte sogar noch eine erheblich größere Rolle. Dort geben 52% der Geschäftsreisenden an, Hotels ohne Treueprogramm kämen gar nicht erst in Frage. In Frankreich liegt dieser Wert bei 37%, in Großbritannien bei 31%.

„Geschäftsreisende möchten das richtige Hotelzimmer am richtigen Ort mit den richtigen Zusatzleistungen finden – und innerhalb der Regeln bleiben, die in der Reiserichtlinie festgelegt sind“, fast David Falter, President von RoomIt by CWT, zusammen: „Letzten Endes haben Travel Manager und Reisende das gleiche Ziele – nämlich Geld zu sparen. Die Travel Manager können dies tun, indem sie den Reisenden mehr Auswahl bieten, und sorgen so dafür, dass die Vorgaben stärker eingehalten werden.“ (red)


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Autor:


Chefredakteur / tma

Wolfgang Tropf ist freier Journalist und schreibt seit mehr als 20 Jahren über Reise- und Touristik-Themen. Für den Profi Reisen Verlag betreut er das Magazin tma und tma online.




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