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Analyse: Hotelpreise steigen, aber Geschäftsreisende zeigen sich clever

Trotz deutlich gestiegener Zimmerpreise in den ersten drei Monaten dieses Jahres halten die Geschäftsreisenden am gewohnten Standard ihrer Hotels fest. Laut einer Analyse von HotelHub hat sich die Qualität der gebuchten Häuser vorerst kaum verändert.

|  Foto: shutterstock / Dmitry Kalinovsky

Insgesamt umfasst der soeben veröffentlichte HotelHub-Index für das erste Quartal 2026 die Analyse von 1,78 Millionen Hotelbuchungen, die zwischen Jänner und März über die HotelHub-Technologie getätigt wurden. Das Ergebnis: Der weltweite Durchschnittspreis pro Nacht ist gegenüber dem ersten Quartal 2025 um 7,17% gestiegen – von 177 US-Dollar auf 189 US-Dollar. Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2025 betrug der Anstieg nur 0,19% und selbst im gesamten Jahr 2025 lag er nur bei 3,13%.

Massiver Anstieg der Hotelpreise in Europa

In Europa stiegen die Hotelpreise dabei noch deutlicher. Der durchschnittliche Buchungspreis kletterte von 154 US-Dollar im ersten Quartal 2025 auf 175 US-Dollar im ersten Quartal 2026 – ein Anstieg von 13,88%. In einigen wichtigen europäischen Städten für Geschäftsreisende fiel die Inflation sogar noch ausgeprägter aus. Die höchsten Preissteigerungen im ersten Quartal wurden in Mailand (+29,29%), Stockholm (+22,11%) und Amsterdam (+18,62%) verzeichnet.

In den USA stiegen die Hotelpreise um 7,61% von 210 US-Dollar im ersten Quartal 2025 auf 226 US-Dollar im ersten Quartal 2026. Dieser Anstieg ist zwar nicht so stark wie in vielen europäischen Ländern, stellt aber eine Trendwende gegenüber dem Rückgang der US-Preise um 1,33% im Jahr 2025 dar - ein Hinweis darauf, dass die Auswirkungen von Zöllen und sinkenden Besucherzahlen die Hoteliers zunehmend treffen. Die Buchungen von HotelHub-Nutzern in den USA gingen jedenfalls um 12% zurück, während sie in Kanada um 5% zulegten.

Mehr Buchungen in den Fünf-Sterne-Hotels

Trotz dieses finanziellen Drucks deuten die Daten darauf hin, dass die Geschäftsreisenden ihre Ansprüche nicht senken. Die Verteilung der Buchungen auf die Sternekategorien entspricht im ersten Quartal 2026 weitgehend dem ersten Quartal 2025. Reservierungen in Fünf-Sterne-Hotels machten 12,13% der HotelHub-Buchungen aus (2025: 11,98%). VIer-Sterne-Hotels stellten 44,88% der Buchungen (44,64%) und 37,90% entfielen auf Drei-Sterne-Hotels (37,96%).

Stattdessen scheinen die Geschäftsreisenden andere Wege zu finden, ihre Ausgaben nach Möglichkeit zu reduzieren. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sank leicht um 2,54% von 2,50 Tagen im ersten Quartal 2025 auf 2,43 Tage. Das klingt zwar nicht nach viel, bedeutet aber tatsächlich, dass die durchschnittlichen Ausgaben pro Buchung im gleichen Zeitraum nur um 4,62% (von 440 US-Dollar auf 461 US-Dollar) stiegen.

Clevere Wege, mit dem Budget auszukommen

In Großbritannien, wo die nationalen Durchschnittspreise um 9,14% stiegen, gingen die Buchungen in Londoner Hotels um 5,24% zurück, während die Buchungen in Manchester um 9,30% zunahmen. Diese Verschiebung dürfte zumindest teilweise auf die Preisunterschiede zurückzuführen sein: Eine Nacht in London zum Durchschnittspreis von 324 US-Dollar im ersten Quartal entspricht in etwa zwei Nächten in Manchester, wo die Preise durchschnittlich 160 US-Dollar ​​betrugen.

"Die zunehmende Instabilität der letzten Monate hat den Geschäftsreisenden keine günstigen Bedingungen geboten - und eine Entspannung im zweiten Quartal erscheint unwahrscheinlich", kommentiert Paul Raymond, CCO von HotelHub: "Für mich ist jedoch der entscheidende Punkt, wie die Reisenden mit der aktuellen Situation umgehen. Die Geschäftswelt ist nach wie vor aktiv: Sie findet lediglich cleverere Wege, mit dem Budget auszukommen – sei es durch kürzere Reisen oder die Wahl günstigerer Reiseziele". (red)





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