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Austrian: Weniger Platz in der Economy Class

Austrian Airlines will ihre Business Class auf den Europa-Flügen im wahren Sinn des Wortes „aufmöbeln“, um mehr zahlungskräftige Kunden zu erreichen. Gleichzeitig wird allerding der Sitzabstand in der Economy Class deutlich reduziert.

„Während unsere neue Business Class auf der Langstrecke für unsere Kunden sehr attraktiv ist, fehlt diese Anziehungskraft auf der Kontinental-Flotte. Hier werden wir Geld in die Hand nehmen, um das Produkt deutlich zu verbessern“, kündigt CCO Andreas Otto in einer Aussendung an.

Der Umbau der Kabinen in den insgesamt 29 Airbus-Flugzeugen vom Typ A319, A320 und A321 hat bereits begonnen. Er wird rund 25 Millionen Euro kosten und soll 2017 abgeschlossen sein. Dabei erhalten die Sitze in der Business Class eine qualitativ hochwertigere Polsterung und einen um 5 cm größeren Sitzabstand – 81,2 statt 76,2 cm. Der dafür notwendige Platz wird durch schmälere Küchen und kleinere Stauräume für das Bord-Equipment gewonnen.

Gleichzeitig wird der Sitzabstand in der Economy Class der sieben Airbus A319 und der 16 Airbus A320 um 2,5 cm von 76,2 auf 73,7 cm reduziert. Austrian Airlines spricht von einer „Anpassung an das in Europa branchenübliche Niveau“, doch tatsächlich ist der Billigflieger EasyJet derzeit die einzige große europäische Airline, die ihren Passagieren 73,6 cm zumutet.

Weniger Sitzabstand als bei Ryanair

Die meisten anderen Fluglinien bieten einen Sitzabstand von mindestens 76,2 cm, wie er derzeit noch bei Austrian Airlines üblich ist. Das gilt zum Beispiel für Air Berlin, NIKI, Turkish, British Airways, TAP und Alitalia, aber auch für die beiden Konzernschwestern Lufthansa und SWISS. Selbst bei Ryanair beträgt der Sitzabstand 76,2 cm. Bei Finnair, SAS und Iberia sind es 78,7 cm und bei Air France sogar 81,3 cm.

Doch Austrian Airlines verfolgt einen anderen Plan: Durch die geringen Sitzabstände und eine neue Anordnung der Toiletten entsteht so viel zusätzlicher Raum, dass künftig noch eine Sitzreihe mehr in die Economy Class passt. Damit wird sich die Zahl der Sitzplätze auf dem Airbus A320 von 168 auf 174 und auf dem Airbus A319 von 138 auf 144 erhöhen.

Für die gesamte Airbusflotte ergibt sich daraus eine Kapazitätserhöhung von 138 Plätzen, was einem Plus von knapp 3 Prozent oder einem ganzen Airbus A319 entspricht. Der Airbus A321, der Embraer, die Fokker und die Dash sind vom Umbau in der Economy Class ausgenommen. (red)





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