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Chefs ignorieren Risiken für Geschäftsreisende

86 Prozent der Geschäftsreisenden wünschen sich allgemeine Sicherheitshinweise zu ihrem Reiseziel – etwa zu Regionen mit hoher Kriminalität. Doch nur 45 Prozent bekommen solche Informationen von ihrem Unternehmen gestellt.

Noch weniger Reisende erhalten Hinweise zu aktuellen politischen Unruhen: Wie die Studie „Chefsache Business Travel 2015“ von Travel Management Companies im Deutschen ReiseVerband (DRV) ergab, bekommen nur 34 Prozent der reisenden Fach- und Führungskräfte von ihrem Arbeitgeber aktuelle Informationen zu Krisenregionen.

Dieser Anteil lag in der Vorjahresstudie noch bei 48 Prozent. Trotz zahlreicher Krisenherde im Jahr 2014 hat sich die Quote also deutlich verschlechtert. Konstant bei einem Drittel liegt der Anteil derer, deren Reisepläne schon mindestens einmal durch politische Unruhen durchkreuzt wurden.

Bewusstsein ist oft nicht ausreichend vorhanden

Sicherheitshinweise sind aber nicht nur dann wichtig, wenn das Zielland von akuten Krisen erschüttert wird. Wer beruflich etwa nach Südamerika, Asien oder Afrika reist, sollte sich generell Informationen zu seinem Zielort beschaffen. Benötigen die Mitarbeiter des Unternehmens in Vorbereitung der Reisen ein Sicherheitstraining von Experten? Wie verhält man sich vor Ort und an wen wenden sich die Mitarbeiter im Krisenfall? Empfiehlt es sich, nur mit ortskundiger Begleitung zu reisen?

Obwohl immer mehr Unternehmen international agieren, ist für Fragen wie diese das Bewusstsein oft noch nicht ausreichend vorhanden. „In einer zunehmend globalisierten Wirtschaft sind Geschäftsreisen in Regionen mit erhöhtem Risikopotenzial an der Tagesordnung“, mahnt Stefan Vorndran, Vorsitzender des Ausschusses Business Travel im DRV: „Es gehört zur Fürsorgepflicht eines Arbeitgebers, die reisenden Mitarbeiter dabei nicht allein zu lassen. Zu professionellen Geschäftsreisen gehört heutzutage ein Zugang zu tagesaktuellen Informationen zum Reiseziel, damit der Mitarbeiter keine bösen Überraschungen erlebt.“

Geschäftsreisebüros bieten schnelle Lokalisierung im Krisenfall

Der Zugang ist beispielsweise über spezielle Internetportale möglich, wie sie professionelle Geschäftsreisebüros anbieten. Die Reisespezialisten weisen den Mitarbeiter bei Buchungen außerdem auf zuverlässige Quellen für aktuelle Sicherheitsinformationen hin.

Laufen alle Informationen zu Geschäftsreisen eines Unternehmens gebündelt bei den Geschäftsreisebüros zusammen, erleichtert dies in einem Krisenfall zudem die Lokalisierung der Reisenden. Die Experten verschaffen den Unternehmen Klarheit, welche Mitarbeiter sich zu welchem Zeitpunkt in welcher Region aufhalten. So kann der Arbeitgeber schneller Kontakt mit diesen aufnehmen, ihnen Hilfestellung bieten und somit seiner Fürsorgepflicht nachkommen. (red)





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