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DRV kritisiert Umstellung von Lufthansa auf Germanwings

Die geplante Verlagerung vieler Europaflüge auf die Tochter Germanwings bringt der Lufthansa Ärger mit der Reisebranche ein.

Der Deutsche Reiseverband (DRV) beklagte heute den "erheblichen Mehraufwand" für Reisebüros und Nachteile für deren Kunden, wenn künftig Germanwings-Flüge verstärkt über das Internet gebucht und in die bestehenden Systeme integriert werden müssten. Germanwings bietet dafür ab dem 1. Juli ein dreistufiges, stärker internet-orientiertes Ticketmodell an.

Dessen günstigster "Basic"-Tarif kann ausschließlich über das Internet und nicht über GDS gebucht werden. Da Germanwings zudem für die beiden anderen Tarife Smart und Best erhöhte GDS-Entgelte verlange, müssten sich Geschäftsreisende auf steigende Kosten einstellen. Sollten die Firmen selbst Flüge über das Internet buchen, müssten sie auf die zusätzlichen Dienstleistungen ihrer Reisepartner verzichten, warnte der Vorsitzende des DRV, Stefan Vorndran.

Germanwings wies die Vorwürfe zurück. Die globalen Systeme könnten den Basis-Tarif nicht abbilden, sagte Vertriebschef Christian Hein der Nachrichtenagentur dpa. Dieser beinhalte nur den Flugsitz und sei darauf ausgelegt, dass die Kunden kostenpflichtige Zusatzleistungen zubuchten, was mit den GDS technisch nicht möglich sei. Die höheren GDS-Entgelte für die beiden anderen Tarife deckten lediglich die zusätzlichen Kosten von 15 EUR pro Strecke. Germanwings spreche derzeit mit allen Partnern, wie sie die Flüge kostengünstig online buchen können, sagte Hein. (red)





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