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GBTA-Konferenz in Wien: Ausgaben für Geschäftsreisen in Europa wachsen

Die Ausgaben für Geschäftsreisen mit europäischem Ausgangspunkt werden im Jahr 2026 voraussichtlich auf 404 Milliarden Euro steigen. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Reisen aber nur geringfügig zu.

|  Foto: sirtravelalot / shutterstock.com

Dieser Trend war eines der Themen der 43 % nutzen ein Spesenmanagementsystem, während 64 % angeben, dass ihr Unternehmen ihnen eine Firmenkreditkarte zur Verfügung stellt., die in Kooperation mit der ABTA erstmals in Wien stattfand. Drei Tage lang - von 2. bis 4. November - versammelten sich rund 1.400 Teilnehmer aus 40 Ländern im Austria Center Vienna und sorgten damit für einen neuen Rekord dieses Formats.

Laut dem Global Business Travel Index der Global Business Travel Association (GBTA), für den mehr als 4.700 Travel Manager und Geschäftsreisende weltweit befragt wurden, werden heuer rund 600 Millionen Geschäftsreisen aus europäischen Herkunftsmärkten erwartet. Das bedeutet ein Wachstum von lediglich 0,7%, während die finanziellen Aufwendungen deutlich stärker um 7% steigen.

Weltweit fällt das Wachstum etwas höher aus

Weltweit prognostiziert die GBTA ein Ausgabenplus von 7,2% bei einem Wachstum des Reisevolumens von 1,3%. Insgesamt sollen die globalen Geschäftsreiseausgaben heuer 1,52 Billionen Euro erreichen. Auf Europa entfallen damit 27% der weltweiten Ausgaben, womit der Kontinent gleichauf mit Nordamerika liegt. Für 2027 erwartet die GBTA in Europa sogar einen weiteren Anstieg auf 425 Millarden Euro - und bis 2030 sollen die Ausgaben auf 471 Milliarden Euro wachsen.

„Europas Geschäftsreisesektor zeigt weiterhin bemerkenswerte Stärke und Durchhaltevermögen. Selbst wenn die Unternehmen durch ein komplexes Geschäftsumfeld navigieren, legen sie weiterhin großen Wert darauf, Menschen für externe und interne Meetings zusammenzubringen“, sagte Suzanne Neufang, CEO der GBTA, in Wien: „Gleichzeitig bedeutet die Kluft zwischen dem Ausgabewachstum und dem Reisevolumen, dass Unternehmen und Travel Manager verstärkt darauf achten, dass jede Reise einen klaren Mehrwert liefert.“

Deutschland bleibt größter europäischer Markt

Westeuropa dominiert den regionalen Geschäftsreisemarkt mit prognostizierten Ausgaben von 354,9 Milliarden Euro. Auf Mittel- und Osteuropa entfallen 49,1 Milliarden Euro. Allerdings dürfte die östliche Region 2026 mit einem Plus von 10,8% stärker wachsen als Westeuropa mit 6,5%.

Bei den Herkunftsmärkten liegt Deutschland mit 79,9 Milliarden Euro an der Spitze. Es folgen das Vereinigte Königreich (50 Milliarden Euro GBP), Frankreich (45 Milliarden Euro), Italien (39,5 Milliarden Euro) und Spanien (26,5 Milliarden Euro). Zusammen vereinen diese fünf Länder rund 62% der europäischen Geschäftsreiseausgaben auf sich.

Wie und warum Europäer geschäftlich reisen

Insgesamt dürften 74% der von der GBTA befragten Geschäftsreisenden in Europa in diesem Jahr gleich häufig oder häufiger geschäftlich unterwegs sein als im Vorjahr. 2025 führten 37% der Geschäftsreisen über Landesgrenzen hinweg, 63% fanden innerhalb des eigenen Landes statt. 57% der Reisen waren mit mindestens einer Übernachtung verbunden, 43% wurden an einem Tag absolviert.

Bei Geschäftsreisen mit Übernachtung betrug die durchschnittliche Aufenthaltsdauer 3,6 Nächte. Der wichtigste Anlass für berufliche Reisen waren Termine mit Kunden sowie Meetings aus den Bereichen Verkauf und Kundenbetreuung. Dahinter folgten Schulungen, Projektarbeit, Konferenzen und Kongresse. Was die Verkehrsmittel betrifft, nutzten 43% der Befragten auf ihren Geschäftsreisen 2025 das Auto, 34% das Flugzeug und 25% die Bahn.

Bemerkenswert ist die Verbindung von Geschäfts- und Privatreisen: 55% der europäischen Geschäftsreisenden planten 2026, eine berufliche Reise um einen privaten Aufenthalt zu verlängern. Damit bleibt Bleisure Travel ein relevanter Bestandteil des Geschäftsreiseverhaltens. Nicht zuletzt: 43% nutzen ein Spesenmanagementsystem, während 64% angeben, dass ihr Unternehmen ihnen eine Firmenkreditkarte zur Verfügung stellt. (red) 





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