MICE Executive Circle 2026: Der MICE-Markt denkt Digitalisierung neu
Beim diesjährigen MICE Executive Circle (MEC) im Chateauform Seminarhaus Starnberger See diskutierten Unternehmen, Hotellerie, Fachmedien, Verbände und Technologiepartner, wie sich Prozesse und Rollen im MICE-Management verändern und warum digitaler Wandel vor allem eine Organisationsaufgabe ist.
Im Mittelpunkt stand also nicht die nächste technologische Entwicklung , sondern die Frage, welche organisatorischen Voraussetzungen Unternehmen schaffen müssen, um Digitalisierung erfolgreich umzusetzen. Die Antwort fiel dabei weitgehend einheitlich aus: Künstliche Intelligenz ist nicht der Ausgangspunkt, sondern die Konsequenz gemeinsam definierter Prozesse, einer durchgängigen Datenbasis und einer Zusammenarbeit über Unternehmens- und Systemgrenzen hinweg.
Geschäftsreise, Einkauf und MICE
Rund 70 Teilnehmer diskutierten die zunehmende Verzahnung von Geschäftsreise-, Veranstaltungs- und Einkaufsprozessen. Dabei wurde deutlich, dass sich auch die Rolle des MICE-Managements verändert: Statt isolierter Veranstaltungsplanung rückt die bereichsübergreifende Koordination unterschiedlicher Unternehmensbereiche in den Mittelpunkt.
Gleichzeitig verschieben sich Verantwortlichkeiten zwischen Unternehmen, Agenturen, Hotels und Technologiepartnern. Praxisbeispiele von EnBW, Roche, Wald.Weit Hotels & Retreats und Villa Vita Pannonia zeigten, dass digitale Veranstaltungsprozesse heute weit über Planung und Buchung hinausreichen - von Einkauf und Abrechnung bis zu Reporting, Compliance und Finanzprozessen.
Aus den Praxisbeispielen leitete sich eine weitere Erkenntnis ab: Künstliche Intelligenz verändert vor allem Arbeitsweisen. Sie übernimmt Routinetätigkeiten und schafft Freiräume für Beratung, individuelle Konzepte und persönliche Zusammenarbeit. Technologie wurde dabei durchgängig als Werkzeug verstanden, das menschliche Entscheidungen unterstützt, nicht ersetzt.
Vernetzung wird zum Erfolgsfaktor
Im MEC-Zukunftsdialog richtete sich der Blick auf die nächsten Entwicklungsschritte des Marktes. Im Zentrum stand die Frage, wie Unternehmen, Technologieanbieter und Dienstleister den begonnenen Wandel gemeinsam weiter gestalten können – über Organisations- und Unternehmensgrenzen hinweg. Deutlich wurde dabei auch, dass diese Entwicklungen zunehmend europäisch gedacht werden - so wie es MICE Portal mit der europäischen Plattform OneMICE bereits tut.
„Viele Unternehmen beschäftigen sich heute nicht mehr mit der Frage, ob sie KI einsetzen werden. Entscheidend wird sein, wie gut Prozesse, Daten und Zusammenarbeit bereits organisiert sind. Genau diese Diskussion wollten wir mit dem MEC ermöglichen - praxisnah, offen und aus unterschiedlichen Perspektiven“, erklärt Josephine von Brühl, Gründerin und Geschäftsführerin von MICE Portal. (red)





