GBTA begrüßt neuen EU-Messrahmen für Verkehrsemissionen
Das Europäische Parlament hat die lange diskutierte CountEmissionsEU-Verordnung beschlossen. Das neue Gesetz etabliert erstmals eine einheitliche, standardisierte und präzise Methodik zur Berechnung der Emissionen von Transportdienstleistungen.

In einer Presseaussendung begrüßt die Global Business Travel Association (GBTA) die Verabschiedung der Verordnung. Für Geschäftsreisende sei die Initiative von entscheidender Bedeutung, da sie ihnen ermögliche, den CO2-Fußabdruck ihrer Reisen über verschiedene Anbieter und Verkehrsmittel hinweg zu vergleichen.
Laut der „Sustainability Acceleration Challenge“ der GBTA erfassen zwar 70% der Unternehmen die CO2-Emissionen ihrer Reiseprogramme und 60% haben auch Nachhaltigkeitsfunktionen in ihren Buchungsplattformen integriert - darunter die Anzeige der Emissionen für jede Geschäftsreise. Doch trotz der erzielten Fortschritte nutzen viele Organisationen weiterhin verschiedene, oft inkonsistente Methoden zur Erfassung und Berechnung der Emissionsdaten.
Kostenloses Berechnungstool für KMU
Diese Fragmentierung erhöht die Komplexität und erschwert es, ein klares und vergleichbares Bild der Emissionen von Geschäftsreisen zu gewinnen. Durch die Etablierung einer einheitlichen, harmonisierten Methodik soll CountEmissionsEU nun dazu beitragen, gleiche Wettbewerbsbedingungen für die Unternehmen zu schaffen, eine branchenweite, konsistente Emissionsmessung zu gewährleisten und so aussagekräftige Vergleiche, Transparenz und Verantwortlichkeit zu ermöglichen.
Gleichzeitig begrüßt die GBTA, dass die Verordnung keine zusätzlichen Berichtspflichten vorsieht und dass die Kommission sich verpflichtet hat, ein kostenloses, öffentlich zugängliches Berechnungstool für KMU bereitzustellen, um die Umsetzung zu erleichtern. Dies wird sich für kleinere Unternehmen, die Schwierigkeiten bei der Berechnung ihrer Reiseemissionen haben, als sehr hilfreich erweisen.
Globaler Standard als nächster Schritt
Da Geschäftsreisen ein globaler Sektor sind, fordert die GBTA die EU aber auch auf, gemeinsam mit ihren Partnern einen globalen Standard für die Emissionsbilanzierung im Verkehrssektor zu entwickeln. Eine globale Harmonisierung würde es Geschäftsreisenden erleichtern, die Emissionen verschiedener Reiseoptionen weltweit zu erfassen und zu vergleichen. Dies würde zudem eine regionale Fragmentierung verhindern, die für Unternehmen schädlich wäre.
"Die GBTA begrüßt die Verabschiedung der CountEmissionsEU-Verordnung, die die Geschäftsreisebranche bei der Umstellung auf umweltfreundlichere Praktiken unterstützen wird. Wir hoffen, dass die Verordnung als erster Schritt hin zu einer globalen Methodik für die Erfassung von Verkehrsemissionen dienen wird. Die Geschäftsreisebranche hat eine Vorreiterrolle bei der Förderung nachhaltiger Mobilität eingenommen – ein Thema, das im Mittelpunkt unseres Nachhaltigkeitsgipfels in Wien im Laufe dieses Jahres stehen wird", sagt GBTA-Geschäftsführerin Suzanne Neufang. (red)



