Der Grand-Prix-Effekt: So treiben Formel-1-Rennen die Geschäftsreisen an
Unternehmen lieben Formel-1-Rennen, um Kontakte zu knüpfen und zu vertiefen. Das Problem: Ein Grand Prix sorgt im Durchschnitt für eine Steigerung der Hotelbuchungen um 49% und der Flugbuchungen um 16%. Das zeigen neue Daten, die Perk soeben veröffentlicht hat.

Die KI-basierte Plattform für Reise- und Ausgabenmanagement - zugleich offizieller Work Automation Platform Partner des Audi Revolut F1 Teams - hat proprietäre Buchungsdaten zu allen 24 Rennen der F1-Saison 2025 analysiert und so ermittelt, wann die Nachfrage nach Reisen ihren Höhepunkt erreicht und wie Unternehmen durch vorausschauende Planung ihre Reisekosten senken können.
Von Monza bis Miami: Wo die Nachfrage steigt
Die Daten von Perk zeigen, dass F1-Rennwochen messbaren Druck auf Angebot und Preise im Reisebereich der Austragungsorte ausüben. Im Durchschnitt steigen die Hotelbuchungen über alle Grand Prix hinweg um 49%, während die Flugbuchungen um 17% zulegen. Gleichzeitig liegen die Hotelpreise rund 16% und die Flugpreise rund 8% über dem normalen Niveau – wobei einzelne Rennen diese Werte allerdings deutlich übertreffen.
Der Italien-Grand-Prix in Monza verzeichnet weltweit den größten Anstieg bei Flugbuchungen: Die Nachfrage für Flüge nach Mailand steigt um 153%, die nach Hotelübernachtungen in der Stadt sogar um 553%. In den USA liegt Miami vorne: Während der GP-Woche steigen die Flugbuchungen um 69% - gefolgt von Singapur (62%), Austin (33%) und Barcelona (12%). Die Branchen Softwareentwicklung, Finanzdienstleistungen und Technologie nutzen dabei F1-Rennwochen besonders häufig für Kunden-Entertainment.
Was Geschäftsreisen rund um die F1 kosten
Für Miami liegen die durchschnittlichen Reisekosten pro Mitarbeiter bei 1.310 Euro – inklusive eines viertägigen Aufenthalts mit Hotelkosten von 193 Euro pro Nacht sowie Flugkosten von 539 Euro. In Austin steigt der Durchschnittswert auf 1.666 Euro und erreicht damit den höchsten Wert unter allen US-Rennen. Las Vegas bleibt trotz der teuersten Flüge (520 Euro) mit Gesamtkosten von 1.000 Euro das günstigste US-Rennen – vor allem aufgrund niedrigerer Hotelpreise.
Aktuell bucht jeder zweite Geschäftsreisende seine Flüge innerhalb von 15 Tagen vor dem Rennen, während jeder Dritte mit der Hotelbuchung bis zur letzten Woche wartet. Für Las Vegas gilt dabei: Wer innerhalb von zwei Wochen vor der Abreise bucht, zahlt im Schnitt 114 Euro mehr pro Flugticket. In Austin steigen die Preise für Vier-Sterne-Hotels in der letzten Woche sogar um 47%.
Richtiges Timing ist entscheidend
Am besten organisiert sind die Unternehmen beim Singapur-Grand-Prix: Nur 13% der Reisenden buchen hier ihre Hotels kurzfristig – der niedrigste Wert aller Rennen weltweit. In diesem hochdynamischen Umfeld zeigt sich somit klar: Für Unternehmen, die die Formel 1 als strategische Investition nutzen, ist das richtige Timing bei der Buchung ebenso entscheidend wie die Teilnahme selbst.
„Wenn ein Drittel der Geschäftsreisenden angibt, dass ein Grand Prix das Sportevent ist, das sie am liebsten besuchen möchten, wird deutlich, dass hier wichtige Geschäftsbeziehungen entstehen. Gleichzeitig kann der GP-Effekt auf die Reisekosten erheblich sein – mit Hotelpreisen, die bei einigen Rennen innerhalb einer Woche um 50% steigen. Perk setzt genau hier an: Wir reduzieren den Aufwand rund um die Planung solcher Reisen, damit sich Unternehmen auf die geschäftlichen Chancen vor Ort konzentrieren können – und nicht auf steigende Reisekosten“, sagt Avi Meir, CEO und Mitgründer von Perk. (red)
Perk's F1 Geschäftsreise-Index
- Teuerstes US-Rennen: Austin GP mit Gesamtkosten von 1.666 Euro pro Person - rund 65% teurer als Las Vegas.
- Größte Nachfrage in den USA: Miami GP mit einem Anstieg der Flugbuchungen um 69% sowie der international vielfältigsten Teilnehmerschaft aller US-Rennen. Wer Flüge zwei Wochen im Voraus bucht, spart rund 18%.
- Höchster Aufschlag bei Last-Minute Flugbuchungen: 114 Euro pro Ticket für Las Vegas, wenn die Flüge innerhalb von zwei Wochen vor dem Rennen gebucht werden.
- Höchster Aufschlag bei Last-Minute Hotelbuchungen: In Austin steigen die Preise für Vier-Sterne-Hotels in der letzten Woche um 47%.
- Am besten organisierte Reisende: In Singapur buchen nur 13% ihre Hotels kurzfristig - gegenüber einem globalen Durchschnitt von 36%.
- Längste Geschäftsreise: São Paulo GP mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von sieben Nächten – die längste aller Rennen weltweit.
- Beste Rennen für kurzfristige Buchungen: Der Spanien GP bietet 15% günstigere Flüge bei Buchung zwei Wochen vor dem Rennen, während Flüge nach Mailand um 10% günstiger werden.



