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GBTA-Prognose: Erholung der Geschäftsreisen nicht vor 2026

Die Ausgaben für Geschäftsreisen steigen wieder. Das Niveau vor der Corona-Pandemie dürften sie aber laut dem jüngsten Business Travel Index Outlook der Global Business Travel Association (GBTA) erst Anfang 2026 erreichen - und nicht wie bisher gehofft schon 2024.

|  Foto: L. Filipe und C. Sousa via Unsplash

1,4 Billionen US-Dollar betrugen die weltweiten Ausgaben für Geschäftsreisen vor der Pandemie im Jahr 2019. Im letzten "Business Travel Index Outlook", der im November 2021 erschien, war die GBTA noch davon ausgegangen, dass dieses Niveau im Jahr 2024 erreicht wird.

Inflation, Energiepreise, Probleme in den Lieferketten, Arbeitskräftemangel und der Ukraine-Krieg sorgen aber für ordentlich Gegenwind. Daher wurde dieser Zeitpunkt nun um 18 Monate nach hinten verschoben - auf Anfang 2026.

„Um den Gegenwind zu verstehen, der sich auf die Erholung des globalen Geschäftsreiseverkehrs auswirkt, müssen Sie sich nur die Schlagzeilen seit Anfang 2022 ansehen. Die Faktoren, die viele Branchen auf der ganzen Welt beeinflussen, werden sich voraussichtlich auch auf das globale Geschäft auswirken“, erklärt Suzanne Neufang, CEO der GBTA.

Ausgaben steigen 2022 um 34 Prozent

Laut dem jüngsten "Business Travel Index Outlook" erreichten die weltweiten Gesamtausgaben für Geschäftsreisen im Jahr 2021 rund 697 Milliarden US-Dollar. Damit lagen sie nur 5,5% über dem Tiefststand von 2020, was vor allem der Omikron-Variante und dem Anstieg der weltweiten Covid-Fälle gegen Ende 2021 und Anfang 2022 zu "verdanken" war.

Im Jahr 2022 werden die weltweiten Ausgaben voraussichtlich um 34% gegenüber dem Niveau von 2021 steigen und mit 933 Milliarden US-Dollar bei rund 65% des Niveaus vor der Pandemie liegen. Danach dürften die sich verschlechternden wirtschaftlichen Bedingungen jedoch die globale Erholung der Geschäftsreisen deutlich verlangsamen.

Die GBTA geht daher davon aus, dass die Ausgaben selbst im Jahr 2025 mit 1,39 Billionen US-Dollar noch nicht das Niveau vor der Pandemie erreichen. Erst Mitte 2026 wird dann mit voraussichtlich 1,47 Billionen US-Dollar ein neuer Höchstwert erwartet.

Unterschiede zwischen den Regionen

Allerdings rechnet der "Business Travel Index Outlook" mit deutlichen Unterschieden zwischen den wichtigsten Geschäftsreisemärkten: Das Tempo der Erholung wird weiterhin von einer Region der Welt zur nächsten erheblich variieren, was sich auch schon im Jahr 2021 gezeigt hat.

Nordamerika führte die Erholung im Jahr 2021 an, während Westeuropa als einzige Region einen Ausgabenrückgang verzeichnete. Beide Regionen werden nun allerdings bis 2026 die stärkste Erholung mit durchschnittlichen jährlichen Wachstumssteigerungen von 23,4% bzw. 16,9% aufweisen.

Langsame Erholung im asiatischen Raum

In Lateinamerika wird für dieses Jahr ein Ausgabenwachstum von 55% prognostiziert, was 83% des Niveaus von 2019 bedeutet. Im asiatisch-pazifischen Raum ist ein solider Anstieg um 16,5% zu erwarten, der durch China (+5,6%) stark gebremst wird. Ende 2022 werden daher auch nur 66% des Niveaus vor der Pandemie erreicht sein.

Der "2022 GBTA Business Travel Index Outlook – Annual Global Report and Forecast" wurde von der GBTA veröffentlicht und durch Mastercard ermöglicht. Die alljährliche Studie über die Ausgaben und das Wachstum der Geschäftsreisen deckt 73 Länder ab. GBTA-Mitglieder können eine Kopie auf der Website der GBTA herunterladen. (red)





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