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Ebola-Ausbruch im Ostkongo: A3M rät zu differenziertem Blick auf Afrika

Angesichts des aktuellen Ebola-Ausbruchs im Osten der Demokratischen Republik Kongo ordnet der Krisenfrühwarnexperte A3M die Lage und die Risiken für Geschäftsreisende ein. Im Fokus steht die Bundibugyo-Variante des Virus.

|  Foto: Treenoot / shutterstock.com

Betroffen sind vor allem Regionen im Osten der Demokratischen Republik Kongo sowie Uganda. Für Reisende ist dabei vor allem eine genaue geografische Einordnung wichtig: Ein Ausbruch in einer bestimmten Region Afrikas bedeutet bei Weitem kein erhöhtes Risiko für den gesamten Kontinent, betont Marian Nothing, Travel Security Analyst bei A3M.

„Der aktuelle Ebola-Ausbruch ist kein Grund zur Panik für Reisende, aber ein klarer Hinweis darauf, Gesundheitslagen bei Auslandsaufenthalten differenziert zu betrachten“, kommentiert Nothing: „Afrika wird in der öffentlichen Wahrnehmung häufig als ein einheitlicher Risikoraum wahrgenommen. Tatsächlich macht es für die Bewertung aber einen erheblichen Unterschied, ob jemand in einer konkret betroffenen Region unterwegs ist oder mehrere tausend Kilometer entfernt reist.“

Wo besteht ein erhöhtes Risiko?

Nach aktueller Lage konzentriert sich das Ausbruchsgeschehen vor allem auf die Demokratische Republik Kongo und Uganda. Geschäftsreisen in andere afrikanische Destinationen sind damit in keiner Weise mit einer Ebola-Gefahr gleichzusetzen. Dennoch sollten Reisende die Entwicklung aufmerksam verfolgen, da grenzüberschreitende Mobilität, Transitverbindungen und mögliche Einzelfälle die Lage kurzfristig verändern können.

Für Reisende relevant sind vor allem Aufenthalte in Regionen mit bestätigten Fällen, in Grenzgebieten mit hoher Mobilität sowie in Gegenden, in denen Gesundheitsversorgung, Kontaktverfolgung und behördliche Kontrolle eingeschränkt sind. Ein erhöhtes Risiko kann insbesondere bei humanitären Einsätzen, beruflichen Aufenthalten im Gesundheitsbereich, längeren Aufenthalten in ländlichen Regionen oder Reisen in Konfliktgebiete bestehen.

Lebensbedrohliche Viruskrankheit

Ebola ist eine schwere und oft lebensbedrohliche Viruskrankheit. Die Übertragung erfolgt vor allem durch direkten Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten infizierter Menschen. Auch Kontakt mit Verstorbenen, kontaminierten Gegenständen oder infizierten Tieren kann ein Risiko darstellen. Damit unterscheidet sich Ebola deutlich von Krankheiten, die sich leicht über die Luft verbreiten.

Zu den ersten Symptomen gehören meist plötzliches Fieber, starke Müdigkeit, Kopf- und Muskelschmerzen. Im weiteren Verlauf können Erbrechen, Durchfall sowie innere und äußere Blutungen hinzukommen. Wer sich in einer betroffenen Region aufgehalten hat und innerhalb von bis zu drei Wochen nach der Rückkehr entsprechende Symptome entwickelt, sollte unverzüglich medizinischen Rat einholen und den vorherigen Aufenthalt klar benennen.

Pauschaler Blick reicht nicht aus

„Ein pauschaler Blick auf ein Land reicht auch bei Ebola nicht aus“, so Nothing. „Für die tatsächliche Einschätzung macht es einen erheblichen Unterschied, ob jemand in einer Hauptstadt, in einer touristisch stark frequentierten Region, in einem Grenzgebiet oder im Umfeld eines konkreten Ausbruchsgeschehens unterwegs ist. Genau diese regionale Einordnung ist für Reiseveranstalter, Unternehmen und Reisende entscheidend.“

Die Eindämmung des Ausbruchs wird durch die Lage in Teilen des Ostkongo erschwert. Bewaffnete Konflikte, Fluchtbewegungen, eingeschränkte Gesundheitsversorgung und eine hohe grenzüberschreitende Mobilität können dazu führen, dass Infektionsketten schwerer nachvollziehbar sind. Für Reisende bedeutet das: Wer Reisen in betroffene Regionen plant oder sich dort aufhält, sollte Kontakte zu Erkrankten ebenso strikt meiden wie Gesundheitseinrichtungen ohne Schutzmaßnahmen, Beerdigungsrituale und Wildtiere. (red)





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