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EU will Reiseerleichterungen für Geimpfte und Genesene

Ab dem 1. Februar 2022 sollen geimpfte und genesene Personen wieder in alle EU-Länder einfacher einreisen können - unabhängig von den Inzidenzzahlen in ihrem Heimatland.

|  Foto: Andrey Burmakin / shutterstock.com

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union wollen das Reisen für Bürger mit gültigem Corona-Zertifikat - Geimpfte und Genesene - innerhalb der EU wieder einfacher gestalten und haben sich dafür ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bereits zum 1. Februar 2022 sollen alle zusätzlichen Einreisehürden, die in den vergangenen Tagen und Wochen von einzelnen Ländern beschlossen wurden, wieder zurückgenommen werden.

Derzeit verlangt beispielsweise Italien für die Einreise von vollständig Geimpften oder Genesenen noch einen zusätzlichen negativen Corona-Test. Auch das Infektionsgeschehen im Abreiseland soll keine Rolle mehr spielen. Dies ist derzeit in etlichen Staaten der Fall.

"Zusätzliche Auflagen nicht mehr gerechtfertigt"

"Reisende, die im Besitz eines gültigen digitalen Corona-Zertifikats der EU sind, sollten keinen zusätzlichen Einschränkungen bei der Reisefreiheit unterworfen sein", heißt es in einer Erklärung der 27 Mitgliedstaaten. Dies kommt allerdings nur einer Empfehlung gleich, da die einzelnen EU-Länder bei der Gesundheitspolitik weitgehend selbst das Sagen haben. Ob die Vereinfachung generell kommen wird, muss also noch abgewartet werden. 

Es sei wichtig, dass "wir in Europa insgesamt grenzenlos mobil bleiben", betont die deutsche Europa-Staatssekretärin Anna Lührmann. Die EU-Kommission ruft die Mitgliedsländer auf, den Beschluss umzusetzen, da die Omikron-Variante inzwischen in ganz Europa dominierend sei. Deshalb seien zusätzliche Auflagen nicht mehr gerechtfertigt, erklärt die Kommission.

Gültigkeit des Corona-Zertifikats

Ab dem 1. Februar gelten EU-Bürger in der Regel nur noch dann als vollständig geimpft, wenn ihre letzte Dosis höchstens 270 Tage - also rund neun Monate - zurückliegt. Ansonsten ist für ein gültiges Corona-Zertifikat eine Booster-Impfung nötig. Nach Angaben des europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) sind inzwischen im Schnitt fast 70% der Europäer vollständig geimpft.

Weitere Neuerung: Für Einreisen sollen nicht mehr nur die von der Europäischen Union zugelassenen Impfstoffe anerkannt werden, sondern alle Vakzine, welche die WHO akzeptiert oder die nationalen Behörden der EU-Mitglieder erlauben. Das würde unter anderem die Anerkennung der chinesischen Impfstoffe bedeuten. (apa/red) 





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