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Linz ist Linz: Start für neue Werbekampagne mit Selbstironie

Linz Tourismus hat eine etwas andere Werbekampagne für den Besuch der Stadt und für ein neues Bewusstsein der Einheimischen gestartet. Herzstück ist ein dreiminütiges, durchaus polarisierendes Video, das Linz mit seinen Stärken und Schwächen darstellt. Denn Linz ist eben Linz.

|  Plakat zur Werbekampagne „Linz ist Linz“ (c) Linz Tourismus

|  Plakat zur Werbekampagne „Linz ist Linz“ (c) Linz Tourismus

|  Plakat zur Werbekampagne „Linz ist Linz“ (c) Linz Tourismus

Nicht die schönen Impressionen und perfekten Augenblicke stehen im Zentrum der Kampagne „Linz ist Linz“, sondern der Anspruch, ein authentisches Bild der Stadt zu zeichnen. Linz muss sich nicht verstellen, Ecken und Kanten, Stärken und Schwächen gibt es zur Genüge - und diese dürfen auch Raum einnehmen.

Die Stadt will ehrlich sein, so wie sie ist, will sich nicht verstellen, sondern lebendig sein. Und das Schöne daran: Nicht nur Linzerinnen und Linzer können hier sie selbst sein. Auch die Reisenden sind dazu eingeladen, Teil der Stadt zu werden. So wie sie selbst sind. Ohne Schnickschnack und Klischees.

„Linz darf sich auch etwas trauen“

„Wir sind der Meinung, dass Linz sich auch etwas trauen darf. Darum zeigen wir mit dieser Kampagne eben nicht die schönen Bilder der Stadt. Vielmehr wollen wir herausarbeiten, wie vielfältig Linz ist. Eine Portion Humor und Augenzwinkern sind natürlich auch dabei. Man darf sich selbst nicht immer zu ernst nehmen“, erklärt Tourismusdirektor Georg Steiner.

Dennoch ist ihm auch bewusst, dass die Kampagne durchaus polarisierend wirkt. Aber Diskussionen über das Selbstverständnis einer Stadt könnten befruchtend wirken, meint Steiner. Der Slogan „Linz verändert“ werde auch nicht durch „Linz ist Linz“ ersetzt. Vielmehr solle die Kampagne „ein Puzzlestück sein, das sich gut in den Markenkern einfügt“.

Charmanter Einblick in die Stadt

Der Kurzspot ist unter www.linzistlinz.at zu sehen, wo die User  ihre Sichtweise auf die Stadt ergänzen können. Damit sind Einheimische und Gäste aufgefordert, zu teilen, wie sie Linz sehen. Da zur Generierung von Aufmerksamkeit seit zwei Wochen eine Vor-Kampagne läuft, ist bereits ein buntes Bild der Stadt entstanden.

Die Haupt-Kampagne wird vorwiegend online ausgespielt, ergänzend wird es Kinowerbung, und punktuell Plakate und Inserate geben. Idee und Konzept stammen von der Linzer Firma Forafilm. Regisseur Sinisa Vidovic hat dafür sogar ein eigenes Kollektiv an audiovisuellen Kreativen namens „Fora Ultra 4000“ ins Leben gerufen.

„Linz ist Stahl statt Hochkultur. Graffitis statt weißer Verputz. Taxler statt Fiaker. Vielfalt statt Einfalt. Linz braucht deshalb nicht zu versuchen, mit den Wiens und Salzburgs der Alpenrepublik mitzuhalten. Linz muss einfach nur seinen eigenen Standpunkt zeigen. Ungeschönt, kantig, echt“, beschreibt Vidovic den Kern der Kampagne.

Jedem sein kleines Stück Linz

Auch der Aufbau der Kampagne ist wohl überlegt. In einem ersten Schritt wurden Recherche-Videos mit Einwohnern gemacht, um zu eruieren, mit welchen Vorurteilen Linz zu kämpfen hat. Diese Kurzclips sind nicht nur der erste Part der Online-Bewerbung.

Auch die Kampagne thematisiert schrittweise diese Sichtweisen - etwa durch begleitende Plakate. Alle Interessierten bekommen außerdem ihr eigenes Stück Linz: In der Tourist Information am Hauptplatz werden ab Mitte August kostenlos die Plakate und Postkarten zur Kampagne ausgegeben. (red)





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