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International SOS evakuiert vier Covid-19-Intensivpatienten

International SOS hat im Rahmen einer hochkomplexen Evakuierung vier Intensivpatienten mit Covid-19 vom französischen Überseegebiet La Réunion im Indischen Ozean nach Paris transportiert. Es handelte sich dabei um den weltweit ersten Langstreckenflug mit so vielen Covid-19-Intensivpatienten.

|  Evakuierungsflug für vier Covid-19-Intensivpatienten (c) International SOS

|  Evakuierungsflug für vier Covid-19-Intensivpatienten (c) International SOS

Wie International SOS berichtet, wurde die Repatriierung vom französischen Gesundheitsministerium in Auftrag gegeben und am 4. März 2021 gemeinsam mit dem französischen Rettungsdienst SAMU, der regionalen Gesundheitsbehörde, der Fluggesellschaft Air Austral und dem Flughafenbetreiber Aéroports de Paris umgesetzt.

„Die Beförderung eines oder zweier schwer kranker Patienten ist Tagesgeschäft“, erklärt Dr. Stefan Eßer, Ärztlicher Leiter Zentraleuropa bei International SOS: „Diese Situation allerdings war schon sehr speziell und ausgesprochen komplex – alle vier Patienten waren nicht bei Bewusstsein und wurden künstlich beatmet“.

Elf Stunden Flug mit fünf Intensivmedizinern

Die gecharterte Air-Austral-Maschine vom Typ Boeing 787 startete auf La Réunion am 4. März 2021 um 21:33 Uhr und landete nach einem elfstündigen Flug am 5. März 2021 um 5:15 Uhr auf dem Flughafen Paris Charles-de-Gaulle. Eine Ausnahmegenehmigung der Luftfahrtbehörden war notwendig, damit Air Austral so viele Patienten auf Krankentragen und so viel Sauerstoff an Bord nehmen konnte.

Die Mission wurde von Spezialisten des französischen Rettungsdienstes SAMU aus Paris und La Réunion begleitet. Dazu gehörten fünf Intensivmediziner, fünf Intensivpfleger, sieben Rettungsassistenten und ein Logistiker. International SOS stellte eine Flight Nurse (auf den Lufttransport spezialisierter Krankenpfleger) und einen Logistikexperten zur Verfügung.

Eine Tonne an medizinischem Gerät an Bord

Aufgabe des Assistance Center von International SOS war es, unter Aufsicht des Krisenzentrums im französischen Gesundheitsministerium als Schnittstelle zwischen den Rettungsdiensten, dem Flughafen und dem Flugzeug zu fungieren. Ein wichtiger Aspekt war auch, im Falle einer Flugumleitung aufgrund eines technischen Vorfalls schnell reagieren zu können und Bodenunterstützung für die Patienten vorzubereiten.

Wegen der Schwere der Krankheit wurde hochmoderne Ausrüstung in das Flugzeug eingebaut - darunter tragbare Blutanalysegeräte, Ultraschallgeräte, zwei ECMO-Geräte (Extrakorporale Membranoxygenierung) für die Atmung außerhalb des Körpers und Ersatz-Beatmungsgeräte. Das summierte sich zu einer Tonne an medizinischem Gerät. Dazu kamen 9.500 Liter Sauerstoff pro Patienten - insgesamt also 38.000 Liter. (red)





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