Skip to Content
Menü

VDR fordert besseren Schutz für die deutschen Bahnreisenden

Die Sicherheits- und Hygienekonzepte der Deutschen Bahn zur Eindämmung von Covid-19 sind aus Sicht des Verbands Deutsches Reisemanagement (VDR) nicht ausreichend. Umfangreiche Nachbesserungen wären notwendig, damit die Unternehmen den Gesundheitsschutz ihrer Geschäftsreisenden sicherstellen können.

|  ICE in Köln (c) pixabay

„Der aktuelle Trend zeigt, dass Mitarbeiter eher zum Dienst- oder Mietwagen greifen, als in die Bahn zu steigen. Diese Verschiebung innerhalb der Verkehrsträger ist beunruhigend, denn in den letzten Jahren haben die Unternehmen viel dafür getan, ihre Mitarbeiter zur Nutzung nachhaltiger Verkehrsmittel zu bewegen,“ sagt VDR-Vizepräsidentin Inge Pirner.

„Derzeit können Travel Manager ihren Mitarbeitern nicht guten Gewissens zu einer Bahnfahrt raten,“ so Pirner weiter. Ein sicheres Angebot auf der Schiene müsse bestimmte Standards erfüllen. Dazu hat der Verband ein Positionspapier mit Lösungsvorschlägen entwickelt. Diese umfassen die folgenden Anforderungen:

  • Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes während der Fahrt, an Bahnsteigen und Bahnhöfen
  • Maskenpflicht durchsetzen und überwachen sowie Nicht-Einhaltung konsequent ahnden
  • Bundesweit einheitliche Bußgeldregelung
  • Lösung für die Erhebung einer Strafzahlung durch die Bahnangestellten - beispielsweise als höheres Beförderungsgeld, wie es bereits diskutiert wird
  • Klare Verantwortlichkeiten zum Umgang mit Reisenden, die per Attest von der Maskenpflicht befreit sind
  • Filteranlagen der Fernverkehrszüge durch HEPA-Filter modernisieren, um die Ansteckungsgefahr über Aerosole zu verringern
  • Desinfektionsspender an Ein- und Ausgängen der Züge anbringen - mit Pflicht zur Händedesinfektion
  • Verpflichtende Sitzplatzreservierung, um eine konsequente Kontaktnachverfolgung zu ermöglichen, die maximale Belegung zu kontrollieren und das Einhalten von Abständen zu gewährleisten

„Es liegt auf der Hand, dass diese Zeiten für alle Beteiligten große Herausforderungen mit sich bringen. Aber jede Maßnahme dient dazu, die Sicherheit für die Reisenden und damit für die Gesellschaft insgesamt zu erhöhen,“ betont Pirner. (red)





Weitere Artikel zu diesem Thema

Geschäftsreisen in Corona-Zeiten: Ein mulmiges Gefühl reist mit
business-travel


Nachhaltigkeit bei Geschäftsreisen verliert massiv an Bedeutung
business-travel


Studie: Die Sorgen der Geschäftsreisenden in der neuen Normalität
business-travel