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Wie Plattformökonomie die Tagungsbranche beeinflussen wird

Mit den Auswirkungen, Chancen und Herausforderungen der Plattformökonomie für die Tagungs- und Kongressbranche beschäftigt sich eine neue Studie, die vom GCB German Convention Bureau initiiert und vom Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO durchgeführt wurde.

Foto: Tatiana Shepeleva / shutterstock.com
Foto: Tatiana Shepeleva / shutterstock.com

Die Plattformökonomie als zentrales Geschäftsmodell der digitalen Wirtschaft, das die direkte Interaktion zwischen Anbietern und Kunden ermöglicht, wird für den Veranstaltungssektor zu einer entscheidenden Herausforderung, die gleichzeitig aber auch erhebliche Chancen bietet.

Vor diesem Hintergrund untersuchte die Studie die Frage, wie Plattformen die Rolle von Veranstaltungsplanern und von Anbietern - wie zum Beispiel Locations, Hotels und Eventagenturen - und Destinationsmarketingorganisationen ändern werden. Auf Basis von Experteninterviews und Fokusgruppenbefragungen wurden Handlungsempfehlungen formuliert und Zukunftsszenarien entwickelt.

Künstliche Intelligenz verstehen

Zu den Handlungsempfehlungen des Fraunhofer IAO gehören der Aufbau von Know-how über die Funktionsweise von Algorithmen, die Schaffung von virtuellen Inhalten seitens der Locationbetreiber, um den Kunden schnell Zugriff auf relevante Informationen zu bieten, Data-Profiling und ein konsequentes Customer-Relationship-Management.

Künstliche Intelligenz (KI) werde mit fortschreitender Entwicklung erlauben, immer komplexere Veranstaltungen über Plattformen abzuwickeln, so die Experten. Die Studie skizziert ein mögliches Zukunftsszenario, in der künstliche Intelligenz so fortgeschritten ist, dass ein „Smart Meeting Assistent“ den Veranstaltungsplaner über die gesamte Customer Journey optimal unterstützen wird.

Konzentration auf die Kreativität

„Entscheidend wird sein, dass die Akteure einerseits KI und Algorithmen verstehen und sich andererseits mit ihren USPs entlang der Customer Journey entsprechend positionieren“, stellt GCB-Geschäftsführer Matthias Schultze fest.

„Für Veranstaltungsplaner ergibt sich dabei die Chance, sich auf wesentliche konzeptionelle und kreative Phasen der Veranstaltungsplanung zu konzentrieren und diese optimal unterstützt umzusetzen", ergänzt Dr. Stefan Rief, Leiter Forschungsbereich Organisationsentwicklung und Arbeitsgestaltung Fraunhofer IAO.

Planer und Anbieter erwarten Veränderungen

In den Fokusgruppen mit Veranstaltungsplanern und Dienstleistungsanbietern kristallisierte sich heraus, dass beide Seiten eine durch Plattformen hervorgerufene Veränderung der Zusammenarbeit erwarten. Gleichzeitig gehen die Experten davon aus, dass weiterhin der menschliche Kontakt bevorzugt wird, wenn es um komplexe Themenstellungen und Konzeptionen, Kreativität und personalisierte Anforderungen geht.

Eine Zusammenfassung der Studienergebnisse steht als Management Summary unter gcb.de/de/newsmeldung/news/wie-die-plattformoekonomie-die-tagungsbranche-beeinflussen-wird.html zur Verfügung. (red)





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