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Flughafen Wien: Turbospeicher bringt Schwung ins Stromtanken

Besitzer eines Elektrofahrzeugs können die Wartezeit auf die Liebsten am Flughafen Wien künftig sinnvoll nutzen und das Auto in nur wenigen Minuten aufladen: Wien Energie testet hier ab sofort die weltweit erste E-Ladestation mit der Chakratec Schwungmassenspeicher-Technologie.

Obwohl die Netzanschlussleistung hier nur 40 Kilowatt beträgt, kann ein E-Auto an der Ladestelle, die sich am Kurzparkplatz K3 auf der Ankunftsebene befindet, mit bis zu 100 Kilowatt Leistung und damit in nur 20 Minuten voll geladen werden. Das ermöglicht der innovative Bewegungsspeicher.

„Die Mobilitätswende verändert die Anforderungen an unser Energiesystem. Wir brauchen Innovationen wie diesen Turbospeicher. Damit können wir auch dort High-Speed-Ladestellen anbieten, wo nur eine niedrige Netzanschlussleistung vorhanden ist“, erklärt DI Mag. Michael Strebl, Geschäftsführer von Wien Energie.

Das Wunderwerk funktioniert wie ein Kreisel

Strom wird zur Bewegung, Bewegung wieder zu Strom: Der High Speed-Speicher ermöglicht eine Leistungs-Pufferung durch ein patentiertes System. Zehn magnetisch im Vakuum gelagerte Schwungmassenspeicher arbeiten dabei ähnlich wie Kreisel.

Jeder einzelne wiegt 250 kg und wird auf bis zu 18.000 Umdrehungen pro Minute beschleunigt. Bei der Entladung wird die Schwungmasse abgebremst und mithilfe eines Generators die Bewegungsenergie in elektrische Energie umgewandelt. Mit diesem Strom wird das E-Auto geladen.

Entwicklung eines israelischen Start-Ups

Der ganze Zyklus erfolgt zu 100% nachhaltig: Es werden keine seltenen Rohstoffe zur Erzeugung des Speichers benötigt. Entwickelt wurde der Speicher vom israelischen Start-Up Chakratec in Kooperation mit Wien Energie.

Die neue E-Tankstelle verfügt über drei unterschiedliche Ladepunkte, von denen zwei gleichzeitig verwendet werden können. Bei dem Projekt handelt es sich um einen Testbetrieb, der zunächst bis Ende dieses Jahres laufen wird. Eine Ausrollung der neuen Highspeed-Ladestellen auf weitere Standorte in Wien und Umgebung ist aber geplant. (red)





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