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Neue Strategie: Austrian Airlines konzentriert sich auf Wien

Austrian Airlines startet mit einer neuen Strategie ins Jahr 2019: Die gestiegene Nachfrage und der zunehmende Wettbewerb in Wien veranlasst die Fluglinie zu einem Ausbau der Airbus-Flotte. Sie soll in den nächsten drei Jahren von 36 auf 46 Kurzstrecken-Flugzeuge wachsen.

Foto: Austrian Airlines / Michèle Pauty
Foto: Austrian Airlines / Michèle Pauty CEO Alexis von Hoensbroech

Gleichzeitig wird Austrian ihre 18 Turboprop-Flugzeuge mit jeweils 76 Sitzen ausflotten. In Summe wird das Angebot in Wien dadurch um mehr als 10 Prozent ausgebaut, da die Jets der A320-Familie wesentlich größer als die Turboprops sind. Zudem werden die vier Flugzeuge, die derzeit im Wet-Lease für SWISS im Einsatz sind, zum Ende des Winterflugplans nach Wien überstellt.

„Wir werden über 200 Millionen Euro in den Ausbau der Kontinental-Flotte investieren und unsere Position in Wien damit deutlich stärken können. Das ist gleichzeitig auch als Kampfansage im schärfer werdenden Wettbewerb in Wien zu verstehen und wir sind bereit, noch weitere Schritte zu gehen, um unser Drehkreuz zu verteidigen“, sagt CEO Alexis von Hoensbroech.

Mit der Ausflottung der Turboprops wird Austrian Airlines die Flüge zwischen den Bundesländer-Airports und Deutschland an Lufthansa und Eurowings abgeben. Die derzeit noch in Altenrhein, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz und Salzburg bestehenden Crew-Basen werden nach Wien verlegt. Die gut 200 Mitarbeiter erhalten das Angebot, nach Wien zu kommen. (red)

Das 10-Punkte-Programm #DriveTo25 im Überblick:

1 / „Operational Excellence“: 2019 will Austrian Airlines ihre Prozesse verbessern und mithilfe der Digitalisierung und einer engen Zusammenarbeit mit dem Flughafen Wien die „Operation“ wieder auf das von Kunden gewohnte Weltklasseniveau bringen.

2 / Austrian Airlines möchte außerdem ihre Prozesse in der Verwaltung und der Operation auf den Prüfstand stellen und durch Vereinfachung, Digitalisierung und die Vermeidung von Doppelgleisigkeiten 20 bis 30 Millionen Euro einsparen. Am Kunden soll nicht gespart werden.

3 / Unter dem Titel „New Premium“ soll der Kunde und seine Bedürfnisse stärker in den Mittelpunkt aller Anstrengungen gestellt werden. Personalisierte Produktverbesserungen sollen Austrian Airlines als Carrier der ersten Wahl positionieren. Diese konzernweite Produktstrategie wird von Wien aus koordiniert.

4 / Mit einem Einzugsgebiet von 11 Millionen Einwohnern und einer Transferleistung von etwa 50% ist Austrian Airlines außerdem ein Hub-Carrier und der Flughafen Wien ist ihr Drehkreuz. Diese Funktion soll zukünftig über eine stärkere Ausrichtung des Verkehrsnetzes auf Wien gestärkt werden. Im Umkehrschluss wird der dezentrale Verkehr innerhalb des Konzerns neu geordnet. Dezentrale Strecken sind beispielsweise Innsbruck-Frankfurt oder Linz-Düsseldorf. Diese Routen erfreuen sich zwar guter Nachfrage, produzieren gleichzeitig aber eine hohe Komplexität, weil die Flugzeuge aufgrund der Umläufe für die Crews, aber auch durch die technische Wartung nicht produktiv eingesetzt werden können.

5 / Um komplizierte Crew-Umläufe zu vermeiden, werden die derzeit noch in Altenrhein, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz oder Salzburg bestehenden dezentralen Crew-Basen nach Wien verlegt werden. Die gut 200 Mitarbeiter erhalten das Angebot, nach Wien zu kommen.

6 / Bei der technischen Wartung will Austrian Airlines der Wartung der eigenen Flugzeuge zukünftig noch stärkeren Vorrang geben. Derzeit ist die Fluglinie auch stark im Drittgeschäft aktiv, das im Gegenzug reduziert wird. „Drittgeschäft“ bedeutet, dass auch Flugzeuge fremder Airlines technisch gewartet werden.

7 / Kontinental-Flotte: Austrian Airlines will ihre Turboprop-Maschinen früher als geplant bis 2021 ausflotten und gleichzeitig ihre Airbus-Mittelstrecke auf 46 Flugzeuge aufrüsten. Ein genauer Zeitplan, wann welche Turboprop-Flugzeuge abgegeben und wann welche A320 angeschafft werden, wird noch erarbeitet. Für das Netz und die Kunden bedeutet die Umstrukturierung der Flotte eine Verbesserung, da die Strecken von Dash auf Embraer bzw. Embraer auf Airbus hochgetauscht werden.

8 / Interkontinental-Flotte: Austrian Airlines hat zum Winterflugplan 2018/19 ihr Intercontinental-Netz neu ausgerichtet. Unwirtschaftliche Strecken wie Havanna, Colombo oder Hong Kong wurden nach einer Probezeit wieder gestrichen und das Angebot nach Nordamerika im gleichen Ausmaß aufgestockt. Bestehende Strecken, wie beispielsweise New York oder Chicago, wurden auf ein tägliches Angebot verdichtet. Austrian Airlines wird nach der Wintersaison auch die Seychellen aus ihrem Flugprogramm nehmen und mit Ende April 2019 einstellen. Mauritius und Malediven bleiben hingegen als gut eingeführte „Warmwasserdestinationen“ im Flugprogramm. Ziel ist es, dadurch die Profitabilität zu steigern, um im nächsten Schritt die Langstrecken-Flotte zu modernisieren. Die sechs Boeing 767 mit einem Durchschnittsalter von knapp 23 Jahren sollen perspektivisch durch modernere Flugzeuge ersetzt werden.

9 / Stakeholder Roadmap: Gemeinsam mit seinen Partnern will Austrian Airlines den Luftfahrt-Standort Wien stärken. Dazu gehört zum Beispiel das vom Verkehrsministerium kürzlich gestartete Programm „ZOVI“ (Zukunftsoffensive Verkehr & Infrastruktur).

10 / Letztendlich will Austrian Airlines nicht nur ihre Flugzeuge sondern auch sich selbst, ihre Arbeitsplätze und Arbeitsgeräte, digitalisieren und modernisieren. So wurde zum Beispiel das gesamte Kabinenpersonal mit Tablets ausgestattet, und noch 2019 wird die AUA-Verkehrsleitzentrale am Flughafen Wien erneuert werden. 





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