4 Oktober 2018, 17:16   
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Geschäftsreisende nutzen ein Drittel der Zeit für die Arbeit

Geschäftsreisende nutzen während der An- und Abreise sowie im Hotel ein Drittel ihrer Zeit für die Arbeit - aber es könnte sogar noch mehr sein, sagt die aktuelle Umfrage „Chefsache Business Travel 2018“ des Deutschen Reiseverbands (DRV).

Laut der Umfrage sind gute Arbeitsbedingungen - wie etwa stabiles Internet und ein vernünftiger Arbeitsplatz - für jeden zweiten Geschäftsreisenden entscheidend, um unterwegs produktiv sein zu können. Für 57% der Mitarbeiter zwischen 18 und 34 Jahren spielt zudem die Ausstattung mit Technologien wie Reise-Apps und Laptops eine wichtige Rolle.

Wenn die technische Ausstattung und die Rahmenbedingungen stimmen, könnten sie ihre Produktivität während der Reise im Vergleich zum derzeitigen Status um 3 Prozentpunkte steigern, geben sie in der Umfrage an. Dabei glauben gerade die Jüngeren, dass gute Arbeitsbedingungen zu mehr produktiver Zeit führen: Sie schätzen, dass sie 43% ihrer Zeit im Zug oder im Flugzeug nutzen könnten - und im Hotel auch noch 40%. 

Vorsicht: Konkurrenz und Kriminelle lesen mit

„Bei aller Produktivität ist Vorsicht vor Datenklau und Spionage geboten. Viele Geschäftsreisende sind potenzielle Geheimnisträger, plaudern jedoch am Telefon im Großraumabteil unüberlegt brisante Informationen für die Konkurrenz aus oder lassen E-Mails mitlesen, die für Kriminelle unter Umständen von großem Interesse sind“, betont Christoph Zilt, General Manager bei FIRST Business Travel.

Hilfreich seien beispielsweise spezielle Blickschutzfolien für Laptops, die Fremden die Einsicht erschweren. Vor allem aber sei es wichtig, eine sichere Internetverbindung zu wählen. Das gelte nicht nur auf der Reise, sondern auch beim Umsteigen, auf der Messe oder im Hotel. Kostenlose Hotspots im öffentlichen Raum würden Risiken bergen, da sie oft nur recht einfach verschlüsselt seien. Spezialisten könnten so an berufliche und private Daten sowie Passwörter gelangen.

„Einen Zugang für sichere und gekennzeichnete Hotspots zu kaufen, lohnt sich. Wer dennoch im offenen Hotspot surft, sollte in dieser Zeit keine Passwörter eingeben“, rät Zilt: „Ratsam ist zudem, die Bluetooth-Schnittstelle zu deaktivieren.“ Denn Kriminelle nutzen diese Option gern, um sich Zugang auf Smartphones zu verschaffen.

Umsteigezeiten sind wenig produktiv

Immerhin 33% glauben, dass die Auswahl spezieller Businesshotels mit optimalen Arbeitsbedingungen ihre Produktivität stark erhöht. Geschäftsführer und Mitarbeiter, die häufiger auf Reisen sind, bewerten diesen Punkt stärker. Hier in der Unterkunft sind die Arbeitsbedingungen bereits nah am Idealzustand und lassen sich nach Einschätzung der Befragten auch mit besserer Technik nur noch um einen Prozentpunkt steigern.

Die größten Zugewinne an Produktivität lassen sich laut Umfrage zwischendurch erzielen. Umsteigezeiten sind dabei in den Augen der Geschäftsreisenden bisher am wenigsten produktiv: Nur 17% der Zeit kann hier für effizientes Arbeiten genutzt werden, während es nach Ansicht der Befragten unter idealen Bedingungen 23% sein könnten.

Eine Möglichkeit, diese Zeiten am Flughafen oder am Bahnhof zu überbrücken, sind kostenpflichtige Lounges – also Wartebereiche, in denen ungestört gearbeitet werden kann. Sie haben für 36% der Befragten einen sehr großen und für weitere 45% einen eher großen Nutzen. Vor allem für Geschäftsführer (47%) und Frauen (40%) ist der Mehrwert sehr hoch. (red)


tags chefsache business travel, umfrage, studie, drv, geschäftsreisen, produktivität, hotel, zug, flugzeug, lounge, technisches ausstattung


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Autor:


Chefredakteur / tma

Wolfgang Tropf ist freier Journalist und schreibt seit mehr als 20 Jahren über Reise- und Touristik-Themen. Für den Profi Reisen Verlag betreut er das Magazin tma und tma online.




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