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CWT-Studie: So entwickeln sich die Preise im Jahr 2017

Die Reisepreise werden im Jahr 2017 nur geringfügig steigen oder unverändert bleiben. Das ist das wichtigste Ergebnis des „Global Travel Price Outlook 2017“, den die GBTA Foundation gemeinsam mit Carlson Wagonlit Travel (CWT) erstellt hat.

Laut der Studie wird es im kommenden Jahr sechs Hauptrisiken geben, die Einfluss auf die Reisepreise und auf die gesamte Wirtschaft haben: die Marktentwicklungen der Schwellenländer, Turbulenzen an den Finanzmärkten, geopolitische Risiken, Unsicherheiten, die mit dem Brexit-Referendum in Verbindung stehen, der potenziell schwankende US-Zinssatz und die Ölpreise.

„Während die Nachfrage nach Geschäftsreisen weiterhin stabil ist, müssen Reiseeinkäufer beim Implementieren von Reiseprogrammen in Bezug auf die weltweit bestehenden Unsicherheiten flexibler denn je reagieren“, sagt Jeanne Liu, Foundation Vice President for Research bei der GBTA. „Die große Herausforderung für erfolgversprechende Reiseprogramme wird die permanente Beobachtung und schnelle Anpassung an die sich ständig ändernde Lage weltweit sein.“

Generell sei nur „ein relativ niedriges, wechselhaftes und in manchen Fällen sogar sehr schwaches Wirtschaftswachstum“ erkennbar, ergänzt Kurt Ekert, President und CEO von CWT: „Wichtig ist, dass Reisende und Travel Manager ihr Reiseverhalten genau kennen und auf die Auswirkungen der unsicheren und unbeständigen Wirtschaftslage vorbereitet sind. Mit einer guten Planung sind Unternehmen in der Lage, notwendige Änderungen vorzunehmen und finanzielle Risiken einzugrenzen.“

Flugpreise: Leichte Steigerung um 2,5%

Bei den Flugpreisen wird für 2017 nur eine leichte Steigung um 2,5% erwartet. In einigen Märkten werden die Tarife aufgrund der weiterhin niedrigen Ölpreise sogar unter das Preisniveau des Jahres 2015 fallen. Ancillary Fees gewinnen weiter an Bedeutung: Im Jahr 2015 ist ihr Anteil an den Gesamteinnahmen der Airlines weltweit auf 7,8% gestiegen – gegenüber 6,7% im Jahr 2014). Es wird erwartet, dass sich dieser Trend fortsetzt.

Im asiatisch-pazifischen Raum wird im Jahr 2017 mit stabilen Preisen gerechnet – entgegen einer vorigen Prognose eines Preisrückgangs. Unterstützt wird diese Entwicklung durch die gesunkenen Kerosinpreise. Allerdings wird in Japan und Singapur die Währungsentwicklung signifikante Auswirkungen auf die Flugpreise haben.

In Osteuropa werden die Preise aufgrund einer günstigen Wettbewerbssituation um 4% steigen, in Westeuropa um 0,5% und im Mittleren Osten und in Afrika um 2%. Für Lateinamerika und die Karibik ist mit einem Preisrückgang um 1,9% zu rechnen. Um 3,7% sollen schließlich die Preise in Nordamerika steigen.

Hotel: Deutlich höhere Preise in Nordamerika

Zusammenschlüsse von Hotelketten bestimmen derzeit die Schlagzeilen. Ihr Einfluss auf die Preisentwicklung wird aber möglicherweise bis 2018 nicht spürbar sein, meint die Studie. Dienstleistungen wie Zimmer- und Wäscheservice sowie Sicherheit im Allgemeinen sind für Geschäftsreisende nach wie vor wichtig. Hotels bleiben daher weiterhin eine attraktive Wahl für Geschäftsreisende – trotz der Sharing-Economy-Angebote.

In der Region Asien-Pazifik wird erwartet, dass die Hotelpreise leicht um 0,6% sinken. Weil die Geschäftsreisetätigkeit in einigen Branchen durch die niedrigen Öl- und Gaspreise sinken dürfte, werden auch die Hotelpreise im Mittleren Osten und Afrika leicht um 0,5% sinken. In Osteuropa fallen sie um 2,4%, während sie in Westeuropa um 1,8% steigen. Für Lateinamerika und die Karibik wird mit einem Preisrückgang von 0,9% gerechnet.

In Nordamerika ist insgesamt ein Anstieg der Hotelpreise um 4% zu erwarten, zwischen West- und Ostküste bestehen aber gravierende Unterschiede. In Städten der Westküste – einschließlich Seattle, Los Angeles, San Jose und Vancouver – wird aufgrund des High-Tech-Booms und des Mangels an Hotelzimmern ein sehr starkes Wachstum erwartet. In Städten an der Ostküste – wie New York City und Toronto sowie den kanadischen Öl- und Gasregionen – ist aufgrund des Überangebots an Hotelzimmern nur mit einem geringen Preisanstieg oder sogar Rückgängen zu rechnen.

Mietwagen, Meetings und Events

Ein starker Wettbewerb führt im Mietwagensektor zu einem unveränderten Preisniveau. Im asiatisch-pazifischen Raum wird ein leichter Anstieg um 0,8% und in Lateinamerika um 0,5% erwartet. In Westeuropa ist damit zu rechnen, dass die Preise geringfügig um 0,1% sinken. In Nordamerika werden für 2017 unveränderte Preise erwartet.

Ein leichter Anstieg der Kosten pro Teilnehmer und pro Tag wird für Tagungen und Veranstaltungen im asiatisch-pazifischen Raum und in Nordamerika erwartet. Während die Preise in Europa unverändert bleiben, rechnet man in Lateinamerika mit einem Preisrückgang um 10%. Im asiatisch-pazifischen Raum, Europa und Nordamerika werden die Gruppengrößen um 3% bis 6% steigen, in Lateinamerika wird hingegen keine Veränderung erwartet. (red)





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