10 Mai 2016, 13:25   
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Studie: Carsharing entlastet den Verkehr in Wien

Eine neue Studie der Stadt Wien belegt erstmals entlastende Wirkungen von Carsharing auf Verkehr und Emissionen in der Bundeshauptstadt. Die wichtigste Erkenntnis: Ein Carsharing-Fahrzeug in Wien ersetzt durchschnittlich bereits fünf private Fahrzeuge.
Foto: DriveNow

Der E-Mobilität gehört die Zukunft: BMW i3 in Wien


So wird zum einen Parkraum frei und zum anderen der durch die Parkplatzsuche verursachte Verkehr reduziert. Dadurch werden in Wien jährlich bereits mehr als 44 Millionen private Kilometer durch Carsharing eingespart – das entspricht ca. 7.000 Tonnen CO2 pro Jahr.

Die Evaluation wurde im Zeitraum von drei Jahren bei den größten stationslosen und stationären Carsharing-Anbietern in Wien durchgeführt. DriveNow, das Carsharing Joint Venture der BMW Group und der Sixt SE, hat dabei mit seinem stationslosen Angebot laut Studie mit rund 2.000 ersetzten Privatfahrzeugen einen wesentlichen Anteil.

„Im Oktober 2014 sind wir mit DriveNow nach Wien gekommen. Eines unserer Ziele ist es, gemeinsam mit der Stadt einen Beitrag zur Lösung von Verkehrsproblemen zu leisten. Die Ergebnisse der Studie stimmen uns sehr positiv und zeigen klar auf, dass Carsharing für eine moderne und zukunftsweisende städtische Mobilitätsstrategie unverzichtbar ist“, sagt Robert Kahr, Geschäftsführer von DriveNow Österreich.

Dem elektrischen Carsharing gehört die Zukunft

Die logische Fortführung des nachhaltigen Carsharing-Gedankens sieht DriveNow im elektrischen Carsharing. Daher wurden in die Flotten aller Städte elektrische BMW i3 integriert. Insgesamt liegt der elektrische Anteil bei DriveNow inzwischen bereits bei 20 Prozent.

„Je nach Ausbau der nutzbaren Ladeinfrastruktur in den Städten wollen wir die Elektroflotte auch weiter vergrößern“, so Kahr: „Auch in Wien ist das – abhängig vom weiteren Ausbau der Infrastruktur – unser Ziel. Wir müssen es gemeinsam schaffen, dass unsere Kunden an ihrem Fahrziel mit hoher Wahrscheinlichkeit eine verfügbare Ladesäule vorfinden und das Laden übernehmen können.“

Keine Konkurrenz zum öffentlichen Nahverkehr

Die Studie belegt auch, dass Carsharing nicht in Konkurrenz zum öffentlichen Nahverkehr steht, sondern als weiteres, ergänzendes Mobilitätsangebot genutzt wird: 72 Prozent der DriveNow-Kunden in Wien besitzen eine Zeit-, Vorteils- oder Ermäßigungskarte für den Nahverkehr, 85 Prozent davon eine Jahreskarte.

So wird jede Fahrt, die von öffentlichen Verkehrsmitteln auf stationsloses Carsharing verlagert wird, genau hinterfragt und in den häufigsten Fällen nur dann getätigt, wenn damit das Ziel am besten und schnellsten erreichbar ist, Routen mit öffentlichen Verkehrsmitteln einen großen Umweg darstellen oder die Taktung zu lange ist.

Das zeigt, dass mit Carsharing vor allem Lücken in Verfügbarkeit und Infrastruktur des öffentlichen Netzes abgedeckt werden. In reinen Zahlen stehen dabei in Wien 2,5 Millionen Fahrten mit dem öffentlichen Verkehr etwa 7.000 Carsharing-Fahrten pro Tag gegenüber.

Auch Wiener mit eigenem Auto nutzen Carsharing

Als stationsloses Carsharing-Angebot spricht DriveNow aber auch die autoaffinere Bevölkerung an: Fast 50 Prozent nutzen ein vorhandenes Privatfahrzeug dadurch seltener. Dabei wird die Flexibilität der Flotten-Fahrzeuge am häufigsten als Grund für die DriveNow-Mitgliedschaft genannt.

„Hier liegt die besondere Chance, mit einem attraktiven, hochverfügbaren Mobilitätsmix aus öffentlichem Verkehr, Fahrrad, Taxi und Carsharing den privaten Autobesitz zu reduzieren“, ist Robert Kahr überzeugt: „Zusammen mit allen anderen Mobilitätsanbietern in Wien können wir die Mobilität, das Stadtbild und die Lebensqualität nachhaltig verbessern.“ (red)


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Autor:


Chefredakteur / tma

Wolfgang Tropf ist freier Journalist und schreibt seit mehr als 20 Jahren über Reise- und Touristik-Themen. Für den Profi Reisen Verlag betreut er das Magazin tma und tma online.




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