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VDR kürt Pilotenstreiks zum „Ärgernis des Jahres“

Die Streiks der Piloten bei Lufthansa und Germanwings haben die deutschen Geschäftsreisenden im Jahr 2014 am meisten geärgert. Das ergab die jährliche Mitgliederumfrage des Verbands Deutsches Reisemanagement (VDR).

Mit 30% der Antworten landeten die Streiks klar auf dem ersten Platz und sind damit das „Geschäftsreiseärgernis 2014“. Auf Rang 2 mit 25% der Antworten kam die „Snackregelung“ – die Mahlzeitenregelung in Transportmitteln nach dem neuen deutschen Reisekostengesetz.

Auf Rang 3 der größten Ärgernisse 2014 stehen die Streiks der Lokomotivführer der Deutschen Bahn (17%). Kritik ernten auch die nicht an die sinkenden Ölpreise angepassten Kerosinzuschläge der Fluggesellschaften und die Bettensteuer in Köln.

Die Piloten-Gewerkschaft und die Airline wären damit Anwärter auf den jährlichen Negativ-Preis „Return to Sender“. Vor dem Hintergrund des Flugzeugabsturzes im März wird der VDR den Preis in diesem Jahr allerdings nicht vergeben.

„Gesamte deutsche Wirtschaft als Geisel“

„Streiks sind ein von der Verfassung garantiertes Recht und absolut zu respektieren. Die Kritik unserer Mitglieder richtet sich gegen das Ausmaß der Streiks und gegen die Uneinsichtigkeit der Verhandlungsparteien“, betont VDR- Präsident Dirk Gerdom. „Im Mittelpunkt standen althergebrachte Besitzstände, die im globalen Wettbewerb aber nur schwer zu rechtfertigen sind.“

Für diese Partikularinteressen würde auf Kosten der Kollegen im Unternehmen und auf Kosten der Wirtschaft gekämpft. Ausfälle und Einschränkungen der geschäftlichen Mobilität schlagen sich jedoch direkt in der Zahl der Geschäftsabschlüsse und in Produktionsausfällen nieder. „Es hat unsere Mitglieder geärgert, dass eine Nischengewerkschaft für ihre Interessen wiederholt praktisch die gesamte deutsche Wirtschaft als Geisel genommen hat“, so Gerdom.

Deutsche Unternehmen geben nach den Zahlen der VDR-Geschäftsreiseanalyse 2014 für ihre Flugreisen jährlich 12,4 Mrd. EUR aus. Das ist der größte Ausgabenposten ihrer Reisekosten in einer Gesamthöhe von 48,2 Mrd. EUR. (red)





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