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Lufthansa: Dramatische Zahlen im Jahr 2014

Die Deutsche Lufthansa AG hat eigentlich ein gutes Geschäftsjahr 2014 hinter sich: Während der Umsatz mit rund 30 Milliarden Euro stabil blieb, legte das vorläufige operative Ergebnis um 36 Prozent von 699 auf 954 Millionen Euro zu.

Rechnet man die Streikkosten im November und Dezember 2014 weg, die Lufthansa mit insgesamt 62 Millionen Euro angibt, wurde damit das prognostizierte operative Ergebnis von einer Milliarde Euro erreicht. Ohne die Streiks, die der Airline im Gesamtjahr 2014 rund 232 Millionen Euro gekostet haben, wäre die Prognose sogar deutlich übertroffen worden.

Das Netto-Ergebnis (IFRS) brach jedoch von 313 Millionen Euro im Jahr 2013 auf 55 Millionen Euro ein – und beim handelsrechtlichen Ergebnis (HGB) steht nach einem Gewinn von 407 Millionen Euro im Jahr 2014 diesmal sogar ein Verlust von 732 Millionen Euro zu Buche.

Vorstand will heuer keine Dividende auszahlen

Lufthansa nennt für diese dramatische Entwicklung mehrere Gründe. So wurde das IFRS-Ergebnis vor allem durch die Marktwertentwicklung einer 2012 begebenen Wandelanleihe belastet, die unerwartet stark an Wert gewonnen habe.

Das HGB-Ergebnis litt wiederum unter dem Verkauf des Bereichs IT-Infrastruktur der Lufthansa Systems AG und die Erhöhung der Pensionsverbindlichkeiten. Zudem ergaben sich lauft Lufthansa „erhebliche Belastungen aus der Absicherung des Treibstoffpreises“, nachdem der Ölpreis zum Jahresende stark gefallen war.

Das vorläufige IFRS-Ergebnis ergibt einen Gewinn von 0,12 Euro pro Aktie – nach 0,68 Euro im Vorjahr. Angesichts des schlechten HGB-Ergebnisses will der Lufthansa-Vorstand aber auf die Auszahlung einer Dividende verzichten. Im Vorjahr wurden noch 0,45 Euro pro Aktie ausbezahlt. (red)





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