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Wirtschaftskammer kürt ihre erste Tourismus-Obfrau

Seit 1. Juni steht eine Obfrau an der Spitze der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ): Die Salzburger Hotelierin Petra Nocker-Schwarzenbacher (49) folgt auf Obmann Hans Schenner, der sich nach 14 Jahren aus dieser Funktion zurückzieht.

Nocker-Schwarzenbacher absolvierte die Hotelfachschule in Bad Hofgastein und führt seit 1992 den elterlichen Betrieb in St. Johann im Pongau, den sie zu einem Vier-Sterne-Betrieb mit 110 Betten ausgebaut hat.

„Als Unternehmerin aus der Branche kenne ich die Probleme und Herausforderungen und freue mich, nun in meiner neuen Funktion diese Erfahrungen und meine Vorstellungen und Ziele zur Verbesserung der Bedingungen für Tourismusbetriebe in ganz Österreich einbringen zu können", erklärt die neue Sprecherin der rund 90.000 Tourismus-Betriebe anlässlich ihres Amtsantritts.

Besonders wichtig ist Nocker-Schwarzenbacher, von der Politik die Wertschätzung für die Leistungen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft einzufordern - gegenüber den Unternehmern ebenso wie gegenüber den Mitarbeitern. Einen weiteren Fokus will sie auf die Entbürokratisierung legen.

„Gerade in wirtschaftlich fordernden Zeiten dürfen die Betriebe nicht als verlängerter Arm eines oftmals überdimensionierten Verwaltungs- und Kontrollapparates fungieren, sondern sollen sich auf das konzentrieren können, was wesentlich ist – die bestmögliche Betreuung der Gäste. Ich brauche nicht jeden Monat einen Inspektor, der die Temperatur meines Kühlhauses kontrolliert und den Betrieb aufhält. Da schauen mein Küchenchef und ich schon selber darauf, dass meine Ware frisch bleibt“, meint die neue Obfrau.

Als dritten Schwerpunkt sieht Petra Nocker-Schwarzenbacher die Betriebsnachfolge: „Ich habe bereits im Alter von 27 Jahren einen Betrieb meiner Eltern übernommen und habe selbst zwei Kinder.“ Im Tourismus würden mehr als 80 Prozent der 18.000 Beherbergungsbetriebe als Familienbetrieb geführt.

Der Idee einer Vermögenssteuer kann sie daher nichts abgewinnen. „Für uns im Tourismus sind Grund- und Gebäude Betriebsmittel. Wer hier die Substanz besteuern will, macht auf Klassenkampf und dabei leider auch die Basis unserer Arbeit kaputt. Immerhin ist die Tourismusbranche eine Wachstumsbranche und gibt vielen Menschen, gerade in den Regionen, Arbeit“, so Nocker-Schwarzenbacher. (red)





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