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VDR: grüne Zeichen in der Reiserichtlinie

„Weg vom Versprechen – hin zum Handeln“: Unter dieser Vorgabe hat der Fachausschuss Nachhaltigkeit / CSR des deutschen GeschäftsreiseVerbands VDR den Standard „Empfehlungen für grüne Elemente in der Reiserichtlinie“ erarbeitet.

„Wir haben ein Instrument erstellt, das sich besonders gut in der Praxis umsetzen lässt“, sagt Lorenz Szyperski, Leiter des Fachausschusses und Beauftragter Betrieblicher Umweltschutz bei der KfW Bankengruppe. „Unsere Empfehlungen bestehen aus Modulen mit verschiedenen Formulierungen, mal mehr und mal weniger restriktiv. Je nach Akzeptanz für ,grünes Reisen´ im Unternehmen kann das passende Modul ausgewählt werden“. Die Empfehlungen sind gegliedert in die Bereiche Reisevorbereitung, Reisealternativen, Verkehrsmittel allgemein, Übernachtung / Green Meetings, Flug-Bahn-ÖPNV-Pkw und Bonusprogramme / Kundenbindungsprogramme. Es sind konkrete Handlungsempfehlungen für nachhaltiges Reisen – beispielsweise welche Buchungsklassen im Flugzeug erlaubt sind oder zu welchen Uhrzeiten Taxifahrten nur in Ausnahmefällen genehmigt werden. Viele der Formulierungen haben bereits den Praxistest bestanden: Sie finden sich in aktuellen Reiserichtlinien von VDR-Mitgliedsunternehmen wieder.

So kann die nachhaltige Reiserichtlinie z. B. bei der Planung einer Veranstaltung vorschreiben, nur zertifizierte Veranstaltungsorte zu wählen. Darüber hinaus sollte auch die An- und Abreise der Besucher in die Überlegungen einbezogen werden. Das VDR-Tool empfiehlt hierzu: „Der Veranstaltungsort ist bewusst zu wählen mit Blick auf Anreise, zentrale Lage, Erreichbarkeit vor Ort mit ÖPNV.“ Im Themenblock „Reisevorbereitung“ wird der Buchende darauf hingewiesen, die gesamte Reise zu betrachten: „Beachten Sie bei Ihrer Reiseplanung immer die ´Tür-zu-Tür-Strecke´ und berücksichtigen Sie dabei sämtliche Kosten (Vollkosten) wie Anreisezeiten, Parkkosten, Taxikosten, CO2-Kompensation, Wartezeiten an Flughäfen / Bahnhöfen wie z.B. Sicherheitschecks, Wegzeiten.“

„Grünes Reisen ist in vielen Unternehmen leider noch nicht selbstverständlich“, sagt Szyperski. „Dabei ist es durchaus möglich, ökologische, soziale und ökonomische Interessen im Bereich Geschäftsreisen miteinander zu vereinbaren.“

Tipp- und Info-Boxen mit Best-Practice-Beispielen, eine Liste mit praktischen Hilfsmitteln (CO2-Berechnung Geschäftsreise und VDR-RFP Nachhaltigkeit), Hinweise auf Kompensationsanbieter oder Berechnungstools sowie Tipps zur Kommunikationsstrategie sind in der Reiserichtlinie ebenfalls enthalten. Weitere Informationen zum Fachausschuss Nachhaltigkeit: http://www.vdr-service.de/fachthemen/fachausschuesse/nachhaltigkeitcsr/?L=2/





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