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Deutscher Staat erhält Mitschuld an Airline-Krise

Die deutsche Luftverkehrsbranche hat staatliche Eingriffe wie Steuern und Nachtflugverbote für ihre Krise mitverantwortlich gemacht.

"Die deutschen und europäischen Unternehmen fallen gegenüber den Wettbewerbern außerhalb Europas zurück - bei den Fluggesellschaften und bei den Flughäfen", sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Klaus-Peter Siegloch, am Montag in Berlin.

Er verlangt neuerlich eine Abschaffung der Luftverkehrssteuer. Zudem müsse es weltweite Regeln für die Einbeziehung des Flugverkehrs in den Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten geben und nicht allein europäische. Sowohl Flugzeugflotten als auch Flughäfen wüchsen in anderen Weltregionen viel schneller als in Deutschland, da andere Regierungen in der Branche einen Wachstumstreiber sähen.

Lufthansa-Chef Christoph Franz verwies darauf, die Gewinnmarge der im BDL organisierten Fluggesellschaften habe 2011 nur noch 0,4% betragen. "Und ich fürchte, dass dies 2012 kaum besser wird." Der Lufthansa-Betriebsgewinn habe sich zwischen Jänner und September auf 64 Mio. EUR halbiert. Auf der anderen Seite zahle der Konzern jährlich rund 360 Mio. Euro Luftverkehrssteuer, die dem Staat insgesamt rund eine Mrd. EUR bringt. Alle Fluglinien leiden unabhängig davon unter den hohen Spritpreisen. (APA/red)





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