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Österreichs Hoteliers 2012 weniger investitionsfreudig

Erstmals seit Jahren nutzten die Unternehmer die niedrigen Zinsen lieber zur Schuldentilgung als für neue Projekte. Das Investitonsvolumen stagnierte bei drei Mrd. EUR.

Für 2013 rechnet die Österreichische Hotel- und Tourismusbank Ges.m.b.H. (ÖHT) aber schon wieder mit einer Belebung. "Die Finanzierungsanträge sind 2012 ein bisschen flau hereingekommen und lagen im dritten Quartal um nur 0,5 Prozent über dem Niveau der Vergleichsperiode des Jahres davor", berichtete ÖHT-Geschäftsführer Franz Hartl. "Die Branche hat das Jahr genützt, um sich zu konsolidieren", so Hartl weiter.

Die Cashflows auf hohen Niveaus seien dazu verwendet worden, Schulden zurückzuführen. Mit dem geringen Investitionszuwachs lagen die touristischen Unternehmer erstmals seit Jahren hinter der Dynamik der Gesamtwirtschaft. Der Großteil der Gelder fließt derzeit den Angaben zufolge in die Optimierung der Betriebsgrößen - bestehende Hotelbetriebe bauen mehr Zimmer, mehr Kapazitäten auf. Mit größeren Kapazitäten sei letztlich mehr Geld zu verdienen.

Wobei die Branche immer noch sehr klein strukturiert ist: die durchschnittliche Beherbergungsgröße in Österreich liegt bei 45 Betten. Deutlich über 100 Betten bewirtschaftet nur die Vier-Sterne-Hotellerie. Doch auch Investitionen in Mitarbeiterunterkünfte und Tiefgaragen sind laut ÖHT stark im Steigen. Die meisten Investitionen (60%) tätigten Ganzjahresdestinationen und Regionen, in denen die Wintersaison den Schwerpunkt bildet (37%). Aus Sommersaisongebieten kamen nur 3% der Investitionen.

Deutlich weniger Geld als früher werde hingegen für Wellness-Einrichtungen ausgegeben. "Das Thema Wellness hat sich erschöpft", so Hartl. 2002 flossen noch 28 Prozent der Investitionen in diesen Bereich, 2012 waren es nur noch 20 Prozent. Österreichweit sehen sich über 1.000 Unternehmen als Wellnesshotels an.

 





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