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Starke Zunahme an Bußgeldverfahren gegen Airlines

Die Zahl der Bußgeld-Verfahren gegen Fluggesellschaften in Deutschland ist zuletzt stark angestiegen. In den meisten Fällen zahlten die Fluglinien aber keine Entschädigung.

Im Jahr 2011 hat das Bundesamt für Luftfahrt auf Grundlage von 1.787 Beschwerden Verfahren eingeleitet, um zirka 30% mehr als noch im Jahr davor.

In einem Großteil der Fälle beklagten die betroffenen Passagiere, dass ihnen die Fluglinien bei großen Verspätungen nicht die ihnen dafür zustehende Entschädigung zahlten. Wird ein Flug gestrichen oder verspätet sich dieser um mehr als drei Stunden, haben die Betroffenen Anspruch auf Entschädigung in einer Höhe von mindestens 250 Euro. Dies gilt allerdings nicht bei Verzögerungen oder Streichungen aufgrund höherer Gewalt - hierzu zählen laut höchstrichterlichem Urteil aber keine technischen Pannen.

Die vom Luftfahrt-Bundesamt verhängten Bußgelder betrugen laut "Spiegel" zwar bis zu 25.000 Euro, Betroffene könnten Beschwerde beim Luftfahrt-Bundeamt einreichen, doch um ihre Entschädigung zu erhalten, müssten sie oft dennoch gerichtlich gegen die jeweilige Fluggesellschaft vorgehen. "Seitens der Airlines müsse daher endlich eine Schlichtungsstelle akzeptiert werden", forderte der deutsche Grün-Abgeordnete Markus Tressel. (APA/red)





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