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Geschäftsreisen: Sicherheitsreport zeigt Lücken beim Notfallwissen

Geschäftsreisen gehören für viele Beschäftigte zum Berufsalltag. Doch bei der Reisesicherheit gibt es deutliche Lücken: Mehr als jeder Dritte informiert sich vor der Geschäftsreise nicht aktiv über Risiken und Notfallmaßnahmen.

|  Foto: shutterstock / ImageFlow

Konkret haben sich 37% der Geschäftsreisenden vor ihrer letzten Reise nicht mit dieser Thematik auseinandergesetzt. Das zeigt der neue „Sicherheitsreport für Geschäftsreisende“ der ERGO Reiseversicherung. Für die Studie wurden mehr als 300 Erwerbstätige in Deutschland befragt, die mindestens einmal pro Jahr geschäftlich ins Ausland reisen. Das Ergebnis: Viele Unternehmen bieten bereits Unterstützung. Gleichzeitig sind Vorbereitung, Zuständigkeiten und Notfallwissen noch nicht überall klar geregelt.

Geschäftsreisen brauchen Sicherheitsroutine

Vor einer Geschäftsreise geht es oft um Termine, die Anreise, Unterkunft und Unterlagen. Die persönliche Sicherheitsvorbereitung liegt dabei nicht immer ausreichend im Fokus. Nur 26% der Befragten geben an, sich vor ihrer letzten Geschäftsreise ausführlich über mögliche Risiken und Notfallmaßnahmen informiert zu haben. Weitere 37% haben dies zumindest teilweise getan. Ebenso viele haben sich dagegen nicht aktiv mit Risiken auseinandergesetzt.

„Geschäftsreisen sind für viele Unternehmen selbstverständlich. Die Sicherheitsvorbereitung sollte es aber ebenso sein“, sagt Bettina Konzack, Reiseexpertin der ERGO Reiseversicherung: „Wer beruflich reist, braucht nicht nur eine gute Reiseplanung, sondern bereits vorab klare Informationen: Welche Risiken können unterwegs wichtig werden? Wen kontaktiere ich im Krankheitsfall oder auch im Notfall? Und welche Unterstützung steht mir zur Verfügung?“

Zuständigkeiten sind nicht überall klar geregelt

Anders als bei einer Privatreise erfolgt eine Geschäftsreise im Auftrag des Unternehmens. Dieses muss mögliche Risiken berücksichtigen, seine Mitarbeiter angemessen informieren und für den Ernstfall verlässliche Unterstützung organisieren. Auch wenn Prozesse vorhanden sind, bleibt dennoch nicht immer klar, wer im Unternehmen konkret für Reisesicherheit zuständig ist.

Hier zeigen die Ergebnisse weiteren Handlungsbedarf: Nur 44% der Befragten nennen eine feste zuständige Person oder Abteilung für Sicherheit auf Geschäftsreisen. 30% sagen, das Thema werde im Team oder allgemein durch den Arbeitgeber geregelt. 12% sehen vor allem sich selbst in der Verantwortung und 11% geben an, dass niemand konkret zuständig sei.

Jeder Fünfte weiß nicht, wen er kontaktieren muss

Die meisten Geschäftsreisenden fühlen sich grundsätzlich orientiert. 76% geben an, im Bedarfsfall zu wissen, wo sie Informationen zur Reisesicherheit auf Geschäftsreisen finden. Sie antworteten auf die entsprechende Frage mit „Ja, genau“ oder „Eher ja“. Gleichzeitig bleibt eine relevante Lücke: 23% antworteten mit „Eher nein“ oder „Nein“.

Ähnlich sieht es beim Notfallkontakt aus: 79% geben an, zu wissen, wen sie im Notfall, etwa bei Krankheit oder Unfall während einer Geschäftsreise im Ausland, zuerst kontaktieren müssen. Rund 20% sind dagegen unsicher. Gerade in solchen Situationen kann Unsicherheit aber entscheidend sein, etwa wenn medizinische Hilfe, ein Rücktransport oder schnelle organisatorische Unterstützung benötigt werden.

Arbeitgeber sind zentrale Vertrauensquelle

Der Sicherheitsreport für Geschäftsreisende zeigt auch, welche Informationsquellen besonders wichtig sind. Offizielle Stellen - zum Beispiel das Auswärtige Amt - gelten für 53% der Befragten als vertrauenswürdige Quelle für Reisesicherheitsinformationen. Direkt dahinter folgt der Arbeitgeber mit 48%. Kolleginnen und Kollegen beziehungsweise persönliche Empfehlungen nennen 39%, Internetrecherchen oder Suchmaschinen 32%.

Apps oder digitale Tools des Unternehmens zur Reisesicherheit werden immerhin noch von 28% als vertrauenswürdig eingestuft. Der Arbeitgeber ist damit für viele Geschäftsreisende eine zentrale Sicherheitsinstanz. Umso wichtiger ist es, dass Unternehmen die benötigten Informationen nicht nur bereitstellen, sondern auch verständlich, erreichbar und im Ernstfall handlungsorientiert aufbereiten. Denn Reisesicherheit ist Teil ihrer Fürsorgeverantwortung gegenüber den Mitarbeitern. (red)





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