GBTA prognostiziert Rekordausgaben für Geschäftsreisen im Jahr 2026
Laut der Prognose des GBTA Business Travel Index 2026 (BTI) werden die weltweiten Ausgaben für Geschäftsreisen im Jahr 2026 voraussichtlich einen Rekordwert von 1,71 Billionen US-Dollar erreichen.

Dieser Anstieg von 7,2% gegenüber 2025 ist vor allem auf steigende Kosten für Flüge, Hotels und Transportdienste zurückführen. Aber auch die Gesamtzahl der Geschäftsreisen weltweit wird sich laut GBTA Business Travel Index 2026 um 25 Millionen auf mehr als 1,84 Milliarden erhöhen, was einem Zuwachs von 1,3% entspricht.
Der Bericht umfasst 72 Länder und 44 Branchen und analysiert Umfragen unter mehr als 4.700 Geschäftsreisenden in 66 globalen Märkten. Zu den wichtigsten Ergebnissen gehört, dass 74% der Geschäftsreisenden angaben, heuer genauso viel oder sogar mehr zu reisen als in den Vorjahren. Flugreisen bleiben dabei das dominierende Verkehrsmittel - und immerhin 42% der Fluggäste gaben an, üblicherweise in Premium-Kabinen zu reisen.
Ausgaben steigen heuer um 8,4 Prozent
Im Jahr 2025 stiegen die weltweiten Ausgaben für Geschäftsreisen um 8,4% auf 1,59 Billionen US-Dollar und übertrafen damit die Prognose des Vorjahres von 6,6%. Laut Bericht ist dies auf eine stärkere Konjunkturentwicklung als erwartet, die Entspannung im Handelsstreit mit den USA in der zweiten Jahreshälfte und deren Auswirkungen auf die Währungskurse zurückzuführen.
Asien und Europa verzeichneten das höchste Aufkommen an Geschäftsreisen – jeweils rund 600 Millionen. Unter den Top-15-Märkten wachsen Brasilien (13,8%), Australien (11,5%), Südkorea (11,3%), die Türkei (10,9%) und Japan (10%) am schnellsten. Der Bericht hebt außerdem hervor, dass sich Investitionen in künstliche Intelligenz (KI) und damit verbundene Technologien zu einem wichtigen Treiber für das Wachstum von Geschäftsreisen entwickeln - insbesondere in Nordamerika und in Asien.
Zwei Billionen US-Dollar im Jahr 2030
Robustes Wirtschaftswachstum, starke Unternehmensinvestitionen, erhöhte geopolitische Unsicherheit und gestiegene Transportkosten prägen die Aussichten für 2026. Die Prognose geht davon aus, dass sich die Lage im Nahen Osten stabilisieren und die Flugnetze sich in der zweiten Jahreshälfte schrittweise normalisieren werden. Spätestens 2030 sollten die weltweiten Ausgaben für Geschäftsreisen dann die Marke von zwei Billionen US-Dollar überschreiten.
GBTA-Geschäftsführerin Suzanne Neufang: „Die wichtigste Erkenntnis in diesem Jahr ist, dass Unternehmen zwar weiterhin reisen, aber zunehmend selektiver und produktivitätsorientierter vorgehen. Während die Ausgaben für Geschäftsreisen weiter steigen, nimmt die Anzahl der Reisen langsamer zu. Reisen bleibt unerlässlich, aber die Unternehmen achten streng darauf, wohin, wie und warum sie reisen.“ (red)



