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Blended Travel: Wie Unternehmen und Anbieter die Zukunft gestalten

Blended Travel bietet große Chancen für Unternehmen, Destinationen und Geschäftsreisende. Damit sich die Potenziale der Verbindung von beruflichen und privaten Reisen besser realisieren lassen, braucht es jedoch klare rechtliche Rahmenbedingungen, integrierte Prozesse und eine engere Zusammenarbeit aller Beteiligten.

|  Foto: pixabay

Zu diesem Ergebnis kamen rund 80 Vertreter aus Unternehmen, Travel Management, HR, Hotellerie, Destinationen, Wissenschaft und Technologie beim Blended Travel Summit 2026, den der VDR (Verband Deutsches Reisemanagement) und das GCB (German Convention Bureau) in Frankfurt am Main veranstalteten.

Geschäftsreisen wurden zwar schon immer vereinzelt privat verlängert. Mit mobilem Arbeiten, neuen Formen der Zusammenarbeit und veränderten Erwartungen der Mitarbeiter entwickelt sich Blended Travel jedoch zunehmend zu einem strategischen Thema. Längst geht es dabei nicht mehr allein um das Travel Management. Auch HR, Compliance, Finance und weitere Unternehmensbereiche sind gefordert, gemeinsam tragfähige Rahmenbedingungen zu schaffen.

Blended Travel zeitgemäß umsetzen

Gleichzeitig müssen Destinationen, Hotellerie und Technologieanbieter ihre Angebote stärker an den Bedürfnissen im Markt ausrichten. Genau hier setzte der Summit an und brachte erstmals beide Perspektiven systematisch zusammen. Im Mittelpunkt des zweitägigen Summits stand deshalb nicht die Frage, ob Blended Travel stattfindet, sondern wie Nachfrage- und Angebotsseite die Entwicklung künftig gemeinsam gestalten können.

In interdisziplinären Workshops identifizierten die Teilnehmer elf Handlungsfelder, um Blended Travel zeitgemäß umzusetzen. Dazu gehören unter anderem rechtssichere Musterregelungen für Unternehmen, die Verankerung von Blended Travel in Reiserichtlinien, die technische Integration in Buchungs- und Abrechnungssysteme sowie ein engerer Schulterschluss zwischen Unternehmen, Technologieanbietern und Destinationen.

New Work braucht New Mobility

„New Work braucht New Mobility - und Blended Travel ist Ausdruck dieses Wandels,“ betont VDR-Geschäftsführer Jens Schließmann: „Die Unternehmen stehen heute vor der Aufgabe, neue Freiräume zu ermöglichen und gleichzeitig Compliance, Fürsorgepflicht und Wirtschaftlichkeit sicherzustellen. Dafür brauchen wir gemeinsame Standards und praxistaugliche Lösungen. Der Summit hat gezeigt, dass wir diese nur gemeinsam mit allen Beteiligten entwickeln können.“

GCB-Geschäftsführer Matthias Schultze ergänzt: „Blended Travel eröffnet Leistungsträgern aus dem Ökosystem von Business Events ebenso wie touristischen Anbietern enorme Chancen: 55 Prozent aller Bleisure-Reisen finden anlässlich des Besuchs eines Business Events statt. Auf dem Summit wurde deutlich, dass die Anbieter am Tagungs- und Kongressstandort Deutschland vielfältige Ideen haben, um die wachsende Nachfrage mit passgenauen Produkten und Services zu bedienen.“

Zwei Studien und ein Whitepaper

Eine wichtige fachliche Grundlage des Summits bildeten zwei aktuelle Studien, die erstmals sowohl die Nachfrage- als auch die Angebotsseite von Blended Travel umfassend beleuchten. Die gemeinsam vom Bayerischen Zentrum für Tourismus (BZT) und der Initiative blend_it! durchgeführte Befragung deutscher Geschäftsreisender zeigt unter anderem, dass bereits 67% der Befragten berufliche Reisen mit privaten Reiseanteilen verbinden.

Ergänzend macht der Bleisure & Workation Monitor der IU Internationalen Hochschule mit 1.000 befragten touristischen Betrieben deutlich, dass Blended Travel auf Anbieterseite zwar bereits vielerorts gelebte Praxis ist, viele Betriebe ihr Potenzial durch zielgruppenspezifische Angebote jedoch noch besser ausschöpfen können. Beide Studien und weitere Informationen rund um Blended Travel sind auf www.blended-travel-hub.de zu finden.

Die Ergebnisse des Blended Travel Summits werden nun im Rahmen der Initiative blend_it! weiter vertieft und in konkrete Handlungsempfehlungen überführt. Ein nächster Meilenstein ist die Veröffentlichung des gemeinsamen Whitepapers „Blended Travel“ am 28. Oktober 2026. Es bündelt die Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis und zeigt auf, wie Unternehmen, Destinationen und weitere Akteure Blended Travel künftig gemeinsam erfolgreich gestalten können. (red)





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