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ICCA-Ranking 2025: Wien auf Platz 4 der MICE-Destinationen weltweit

Die International Congress and Convention Association (ICCA) hat ihre Länder- und Städterankings 2025 veröffentlicht. Sie zeigen einmal mehr, wo sich die internationale Verbandstagungstätigkeit weltweit konzentriert, und liefern wichtige Signale für alle, die Programme für 2027 und 2028 planen.

Foto: Hofburg Vienna
Foto: Hofburg Vienna

Für Einkäufer, Planer und Verbandsverantwortliche sind die ICCA-Rankings jedemfalls mehr als nur eine Rangliste. Sie zeigen vielmehr, wo Investitionen getätigt, Infrastruktur ausgebaut und der Wettbewerb um Top-Termine, Veranstaltungsorte und Kapazitäten besonders intensiv ist. Ovation Global DMC - eine mit der ICCA verbundene globale Destination-Management-Gesellschaft - hat die Daten von 2025 analysiert und die für Einkäufer relevantesten Muster zusammengefasst.

Die Top 20 MICE-Destinationen 2025

An der Spitze der ICCA-Rangliste 2025 steht Lissabon mit 188 internationalen Verbandskongressen - gefolgt von Paris (174), Barcelona (166), Wien (159), Singapur (156), Prag (133), Kopenhagen (131), London (124), Seoul (121) und Tokio (119). Diese zehn Städte bilden die Top 10 weltweit. Auf den restlichen Plätzen der Top 20 finden sich Bangkok (118), Berlin (112), Madrid (108), Brüssel (105), Hongkong (102), Rom (101), Athen (100), Dublin (95), Amsterdam (91) und Buenos Aires (91).

Spanien ist somit das einzige Land mit zwei Städten unter den Top 20 weltweit: Barcelona auf Platz 3 und Madrid auf Platz 12. Barcelona zählt zudem seit 25 Jahren ohne Unterbrechung zu den fünf besten Städten weltweit. Lissabons Spitzenposition bestätigt den schon seit Jahren anhaltenden Aufwärtstrend Portugals als wichtiges Ziel für internationale Verbandstreffen. Dieser Erfolg basiert laut Ovation Global DMCauf Investitionen in die Infrastruktur, der Spezialisierung auf Biowissenschaften und Technologie sowie einer nachhaltigen Strategie des Kongressbüros.

Drei Muster in den ICCA-Daten von 2025

  • Europa dominiert weiterhin die Rangliste. 14 der 20 beliebtesten Städte liegen in Europa - und alle Städte der globalen Top 10 mit Ausnahme von Singapur, Seoul und Tokio. Für Veranstalter von Verbandstagungen in Europa ist die Schlussfolgerung eindeutig: Der Wettbewerb um die besten Termine und Veranstaltungsorte in Lissabon, Paris, Barcelona, ​​Wien und den nordischen Hauptstädten wird sich bis 2027 und 2028 verschärfen - vor allem in den Bereichen Wissenschaft, Medizin und Technologie, die diese Destinationen prägen.
  • Asien-Pazifik bestätigt seinen mehrjährigen Anstieg. Fünf asiatische Städte zählen nun zu den Top 20: Singapur, Seoul, Tokio, Bangkok und Hongkong. Singapurs Aufstieg unter die weltweit führenden Städte ist dabei die wichtigste Entwicklung und spiegelt langfristige Investitionen in die Kongressinfrastruktur wider. Veranstalter mit mehrjährigen Programmen, die bisher in Europa und Nordamerika stattfanden, können davon ausgehen, dass Verbände im Zeitraum von 2027 bis 2030 verstärkt eine Rotation im asiatisch-pazifischen Raum in Betracht ziehen werden.
  • Amerika ist weiterhin unterrepräsentiert. Buenos Aires ist die einzige lateinamerikanische Stadt unter den Top 20 im Jahr 2025 - und keine Stadt in den USA, Kanada oder der übrigen lateinamerikanischen Region zählt zu den führenden Städten mit wechselnden internationalen Verbandsveranstaltungen. Dies hat praktische Konsequenzen für Veranstalter, die eine Veranstaltung in Amerika planen: Die Auswahl an Städten mit umfassender internationaler Kongresserfahrung ist kleiner, weshalb die lokale Umsetzungskompetenz häufiger ausschlaggebend ist als das Profil des Reiseziels allein.

Was die Rangliste für 2027 und 2028 aussagt

Die Planungszyklen von Verbandstagungen liegen üblicherweise zwei bis fünf Jahre im Voraus. Bei Firmenveranstaltungen sind es zwölf bis 36 Monate. Die ICCA-Rangliste von 2025 ist daher vor allem als Planungssignal für Programme nützlich, die sich bereits in der Bewerbungsphase für 2027, in der Phase der ersten Zusage für 2028 und in der Phase der Auswahl von Veranstaltungsorten für 2029 befinden.

Aus den Daten ergeben sich drei Planungsfragen: Welche der Top-20-Destinationen passen zum Branchenprofil und zur geografischen Verteilung des Programms? Welche verfügen über lokale Umsetzungskapazitäten? Und welche Destinationen außerhalb der Top 20 - darunter Mailand, Budapest, Istanbul, Stockholm, Helsinki und Oslo in Europa oder verschiedene Hauptstädte im Nahen Osten und in Afrika - bieten einen vergleichbaren strategischen Mehrwert bei geringerem Wettbewerb um Termine und Veranstaltungsorte?

Was die ICCA-Rangliste 2025 tatsächlich misst

Das ICCA-Länder- und Städteranking berücksichtigt wechselnde internationale Verbandskongresse: Tagungen, die an verschiedenen Orten stattfinden, Delegierte aus mehreren Ländern anziehen und von internationalen Verbänden und nicht von Unternehmen organisiert werden. Die Methodik ist präzise und über die Jahre hinweg konsistent, was das Ranking zu einem nützlichen Maßstab für die Veranstaltungsbranche macht.

Es ist wichtig zu beachten, was die Rangliste nicht berücksichtigt: Jährliche, nicht wechselnde Veranstaltungen, die an einen einzigen Ort gebunden sind, ​​werden nicht einbezogen, obwohl sie dieselben Anbieter- und Veranstaltungskalender prägen. Firmenmeetings, Incentive-Reisen, Konferenzen und Veranstaltungen außerhalb des Verbandsbereichs fallen nicht in die Methodik. Die Rangliste bewertet zudem den Veranstaltungsort von Kongressen, nicht deren Qualität – eine Unterscheidung, die Einkäufer oft erst auf die harte Tour lernen. (red)





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