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Home Office und Bleisure: Defizite bei Fürsorgepflicht der Unternehmen

Eine Umfrage von BCD unter 674 Geschäftsreisenden weltweit zeigt, dass die meisten Unternehmen beim traditionellen Reiserisikomanagement gut aufgestellt sind. Bei Home Office und Bleisure-Reisen mangelt es jedoch an Unterstützung durch die Arbeitgeber.

|  Foto: Fizkes / shutterstock.com

Mehr als drei Viertel der Geschäftsreisenden sagen in der Umfrage, dass ihr Arbeitgeber ihrer Gesundheit, ihrer Sicherheit und ihrem Schutz oberste Priorität einräumt. Aber nur 36% der Befragten sind der Meinung, das gelte auch, wenn sie im Homeoffice arbeiten. Gleichzeitig wissen 64% nicht, ob sie durch ihr Unternehmen medizinisch abgesichert sind, wenn sie ihre Geschäftsreise privat verlängern (Thema: Bleisure).

Zudem sagen 39% der Umfrageteilnehmer, dass sie keine Unterstützung nach einer Reise erhalten und weitere 16% wissen nicht, ob es eine solche Unterstützung gibt. Von Hilfe nach der Rückkehr berichten hingegen nur wenige Geschäftsreisende - zum Beispiel durch persönliche Freistellung (13%), Einholen von Feedback (11%) oder Nachbereitung von sicherheitsrelevanten oder medizinischen Zwischenfällen (10%).

Weitere Erkenntnisse der BCD-Umfrage

  • 75% fühlen sich während einer Geschäftsreise selten oder nie unsicher. Unter den 23%, die sich manchmal oder regelmäßig unsicher fühlen, sind mehr Männer als Frauen.
  • Unsicher fühlen sich die Geschäftsreisenden am häufigsten beim Gehen auf der Straße (44%), beim Autofahren an einem unbekannten Ort (43%) und bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel (40%). Am seltensten unsicher fühlen sie sich in Restaurants und Hotelzimmern (jeweils 6%).
  • Zu den wichtigsten Maßnahmen, die Geschäftsreisende für ihre eigene Sicherheit ergreifen, gehören das Trennen der Hotelzimmer-Schlüsselkarte vom Umschlag mit der Zimmernummer (50%), die Nutzung eines Taxis oder anderer Fahrdienste anstelle öffentlicher Verkehrsmittel (46%) und die Überprüfung des Fluchtwegs im Hotel (40%).
  • Die wichtigsten Unterstützungsmaßnahmen der Unternehmen sind Reisewarnungen und Sicherheitshinweise (61%), ein zentraler Ansprechpartner für Notfälle (53%), Sicherheitsinformationen vor der Reise (51%) und klare Anweisungen für das Verhalten in Notfällen (44%).

People Risk Management ist gefordert

„Unsere Umfrage zeigt die wachsende Notwendigkeit, von Travel Risk Management auf People Risk Management umzuschwenken“, betont Mike Janssen, Global Chief Operating Officer und Chief Commercial Officer bei BCD: „Reiserisikoprogramme müssen heute an hybridem und mobilem Arbeiten ausgerichtet werden. Außerdem sollten sie den wandelnden Wertvorstellungen des Traveler Wellbeings mehr Rechnung tragen.“

Unzureichende Risikomanagement-Praktiken würden der physischen und psychischen Gesundheit der Beschäftigten schaden und zu Unzufriedenheit und Mitarbeiterschwund führen, so Janssen: „Die Reputation der Unternehmen ist gefährdet, die Kosten steigen und der Geschäftserfolg nimmt ab. Die Risiken der Beschäftigten gut zu managen, hilft hingegen, Leistungsträger dauerhaft an das Unternehmen zu binden und neue Talente zu rekrutieren.“ Die vollständigen Umfrageergebnisse sind hier zu finden. (red)





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