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Privatjet-Anbieter GlobeAir erwartet 2021 deutliche Zuwächse

Seit Juni 2020 ist ein Segment der Bedarfsluftfahrt in Europa entgegen dem Trend stark gewachsen: Österreichs führendes Charter-Unternehmen GlobeAir aus Hörsching erwartet für 2021 einen Zuwachs von bis zu 20% bei den Buchungen von Entry-Level-Jets.

|  Foto: GlobeAir / Holger Frank

Die Sorge der Flugpassagiere vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus und das stark reduzierte Angebot der klassischen Airlines führen laut GlobeAir weiterhin zu einer steigenden Nachfrage bei den Privatjet-Anbietern. Kurze Wege, hohe Sicherheitsstandards, garantierte Flüge und flexible Strukturen seien noch mehr gefragt als vor der Krise, betont Jonathan Berdoz, VP Marketing & Sales bei GlobeAir.

"Immer mehr Personen und Unternehmen nutzen den Service von Entry-Level-Jets innerhalb Europas für Geschäftsreisen, aber auch für private Trips. Die Pandemie hat damit die Bedeutung der Bedarfsluftfahrt als sichere und zuverlässige Alternative zum kommerziellen Fliegen gezeigt", so Berdoz.

Von der Business Class in den Privatjet

Mitverantwortlich für die Zuwächse seien Geschäftsreisende der Business Class, die kommerzielle Airlines nutzen, jedoch wegen dem fehlenden Angebot der bisher genutzten Airlines auf Privatjets umsteigen. Andererseits würden bisherige Nutzer von größeren und luxuriöseren Privatjets nun die kosteneffiziente Entry-Level-Kategorie bevorzugen. Das Thema Nachhaltigkeit spiele dabei zunehmends eine Rolle als Entscheidungskriterium.

“Im letzten Jahr hat GlobeAir so viele neue Kunden wie noch nie gewonnen und eine Steigerung um 89% im Neukundengeschäft erzielt. Auch um den Jahreswechsel wurde ein zweistelliges Wachstum der Anfragen verzeichnet - im Dezember 2020 um 24% und im Jänner 2021 um +17%. Diese positive Entwicklung setzt sich aktuell im Februar fort”, berichtet Berdoz.

Nur 20 statt 700 Berührungspunkte

Beim Fliegen mit einer kommerziellen Fluglinie ist der Reisende laut GlobeAir während der gesamten Reise bis zu 700 möglichen Berührungspunkten mit fremden Personen ausgesetzt. Hier garantiert die Bedarfsluftfahrt mit nur 20 Berührungspunkten eine exorbitant geringere Wahrscheinlichkeit einer Infektion.

Diese neue und teils antrainierte Bewusstsein für biologische Sicherheit auf Reisen werde trotz fortschreitender Impfung der Bevölkerung bestehen bleiben, ergänzt Bernhard Fragner, CEO von GlobeAir. Zudem erwarten aktuelle Prognosen frühestens nach 2024 eine nachhaltige Erholung der Luftfahrtindustrie.

Bedarfsluftfahrt im Vormarsch

GlobeAir als führender Anbieter im Entry-Level-Jet-Segment hat es jedenfalls im Jahr 2020 geschafft, das gleiche Flugvolumen wie 2019 abzuwickeln und seit Juni 2020 das fehlende Volumen durch den harten Lockdown komplett zu kompensieren. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr fast 9.000 Flüge zu mehr als 330 Flughäfen innerhalb Europas durchgeführt.

Ab Ostern 2021 erwartet das Unternehmen nun eine Fortsetzung dieser positiven Nachfrage. Für ausgewählte Premium-Hotspots wie Sardinien, Korsika, die Balearen und die Cote d’Azur biete sich bereits eine vielversprechende Buchungsrate, freut sich Fragner. Parallel bereite sich das Unternehmen auf eine Flottenerweiterung mit dem gleichen Modell vor, sollte die gesteigerte Nachfrage nachhaltig sein.

„Wir starten nach den herausfordernden Ereignissen des Vorjahres mit Optimismus ins Jahr 2021 und sind überzeugt, dass wir stärker aus dieser Krise kommen und viele neue Idee unseres Projekt-Pools in die Realität umsetzen werden. Gleichzeitig können wir bei den  Großunternehmen auch eine erhöhte Nachfrage für ein CO2-Kompensationsprogramm erkennen”, so Bernhard Fragner. (red)





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