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Stadt- und Seminarhotels wollen auch für weniger Gäste öffnen

Laut einer aktuellen Branchenbefragung der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) wollen 58,6% der heimischen Stadt- und Seminarhotels so bald wie möglich öffnen, weitere 31,7% frühestens zu Ostern und nur 9,7% später.

|  Foto: shutterstock / Dmitry Kalinovsky

Dass die Mehrheit zu einem früheren Termin tendiert, überrascht beim genaueren Hinsehen: Denn auf Basis der Buchungen und Kundengespräche erwarten die Hotels im März eine Auslastung von gerade einmal 18,9% - und drei Viertel der Befragten rechnen nicht damit, dass das Seminargeschäft vor Ostern anläuft.

ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer ortet den Grund in der zunehmenden Sorge um Mitarbeiter und Lieferanten: „Das zieht sich quer durch alle Segmente. So wie den Hotels geht auch den Zulieferern und Dienstleistern von F&B bis Wäscheservice irgendwann die Luft aus. Und dieses ‚irgendwann‘ rückt immer näher.“

26 Auftragnehmer pro Stadthotel

ÖHV-Vizepräsidentin Sophie Schick, Eigentümerin des Boutiquehotel Hauser in Wels, unterstreicht den Stellenwert der Stadt- und Seminarhotels für die regionale Wirtschaft: Laut Umfrage hängen durchschnittlich 26 Zulieferbetriebe und deren Mitarbeiter von den Aufträgen der Stadt- und Seminarhotellerie ab.

In vielen Fällen seien es aber noch deutlich mehr, betont Schick: „Denn dazu kommen noch alle jene Betriebe, die von den Ausgaben der Hotelgäste leben. Gerade in Städten sind die Wege kurz und die Einkaufsmöglichkeiten sehr vielfältig. Wir haben Messen, Tagungen und Konzerte, deren Besucher in unseren Hotels nächtigen“.

Vielfältige Maßnahmen beim Restart

Auf eine baldige Wiedereröffnung zeigt sich jedenfalls der Großteil der Hotels gut vorbereitet: 77% planen regelmäßige Antigen- oder PCR-Tests für ihre Mitarbeiter - meist dreimal pro Woche. 30,6% wollen auch ihren Gästen während des Aufenthalts laufende Antigen- oder PCR-Tests anbieten.

59% der Stadt- und Seminarhotels wollen ihren Gästen nur dann den Zutritt gestatten, wenn sie einen negativen Antigen- oder PCR-Test nachweisen können oder bei der Ankunft absolvieren. Darüber hinaus planen jeweils 46% noch höhere Hygiene-Standards sowie eine reduzierte Auslastung im Hotel, im Restaurant und im Sport- und Wellnessbereich. (red)





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