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Stadt Wien schnürt neues Hilfspaket für den Kongresstourismus

Mit dem „4. Wiener Maßnahmenpaket“ will die Stadt Wien die heimischen Unternehmer weiter unterstützen und Investitionen fördern. Einer der Schwerpunkte liegt dabei auf dem Kongresstourismus.

|  Veranstaltung aus dem Jahr 2019 im Austria Center Vienna (c) IAKW-AG / Ludwig Schedl

Von den bisher von der Stadt bereitgestellten Corona-Hilfsgeldern in der Höhe von 450 Millionen Euro flossen 160 Millionen Euro in die Unterstützung von Wirtschaft und Tourismus. Da die ursprünglich für 2021 prognostizierte Erholung der Bruttowertschöpfung von 2,4% geringer ausfallen wird, wurden weitere Fördermaßnahmen notwendig.

Das vierte Corona-Hilfspaket der Stadt startet am 1. März 2021 und ergänzt die Maßnahmen des Bundes wie Fixkostenzuschuss und Kurzarbeit. Im Fokus stehen Ein-Personen-Unternehmen (EPU) und KMU sowie der Tourismus und die Geschäftsbelebung. Insgesamt geht es um 23 Millionen Euro, die über die Wirtschaftsagentur Wien und Wien Tourismus verteilt werden.

Eine Milliarde Euro Wertschöpfung pro Jahr

Bis Ende 2019 entfiel in Wien jede achte Nächtigung auf Teilnehmer eines Kongresses oder einer Firmentagung. Diese Gäste waren zudem deutlich ausgabenfreudiger als Urlaubsgäste: Während ein durchschnittlicher Gast 2019 pro Tag insgesamt 276 Euro in Wien ließ, betrugen die Aufwendungen der Kongress-Teilnehmer 541 Euro pro Tag.

Insgesamt lag die Wertschöpfung durch die Wiener Meeting-Industrie zuletzt bei rund einer Milliarde Euro pro Jahr. Als Folge der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen entgehen Wien und Österreich somit derzeit rund 100 Millionen Euro pro Monat - die fehlenden Steuereinnahmen mitgerechnet.

Kongresse als Triebfeder für die Erholung

Daher nimmt die Rolle von Wien als internationale Meeting-Destination in der Wirtschafts- und Innovationsstrategie 2030 der Stadt und in der Visitor Economy Strategie des Wien Tourismus eine zentrale Rolle ein.

„Kongresse und Firmenveranstaltungen werden nach der Covid-19-Pandemie nicht nur eine wichtige Rolle für die Erholung von Wiens Tourismus spielen. Ihr Neustart soll auch wegen ihrer Rolle als Triebfeder für die Internationalisierung der Stadt und den gesamten Wirtschaftsstandort entsprechend gefördert werden“, verspricht Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke.

4 Millionen Euro für Kongresse und Events

Aus diesem Grund stellt die Stadt Wien eine zusätzliche Förderung in der Höhe von 4 Millionen Euro zur Verfügung, die nicht nur für die Akquise von großen Verbandskongressen, sondern nun erstmals auch für Firmenveranstaltungen eingesetzt werden kann.

„Dies ist eine doppelte Wirtschaftsförderung – einerseits für Unternehmenstagungen und andererseits für Auftragnehmer wie Hotels, Gastronomie und Eventveranstalter“, so Hanke. Zudem hat sich Wien aktuell als Veranstaltungsort für mehr als 100 internationale Kongresse und Corporate Events beworben, die ab der zweiten Jahreshälfte 2021 bis 2030 stattfinden sollen.

Fördermodul für hybride Events

Details zum Förderpaket für die Akquise von Kongressen und Firmenveranstaltungen sind in Ausarbeitung. Geplant sind verschiedene Fördermodule - gestaffelt nach Teilnehmerzahl. Bereits fixiert ist ein Fördermodul für hybride Events.

Diese Maßnahme wird ab dem Frühjahr 2021 - also dem Zeitpunkt, ab dem Tagungen wieder möglich sind - zur Verfügung stehen und jedenfalls bis 2023 gelten. Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Förderung ist, dass die Tagungen entweder in Wiener Hotels oder in gewerbsmäßig am Markt agierenden Locations stattfinden. (red)

 




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