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Lufthansa und ver.di einigen sich auf ein erstes Krisenpaket

Nach intensiven Verhandlungen haben sich Lufthansa und die Gewerkschaft ver.di auf ein erstes Krisenpaket für die Beschäftigten am Boden geeinigt. Lufthansa bringt das deutliche Einsparungen bei den Personalkosten, den Mitarbeitern einen Kündigungsschutz bis Ende 2021.

Foto: Lufthansa
Foto: Lufthansa

Wie die Fluggesellschaft und die Gewerkschaft mitteilten, müssen 35.000 Bodenbeschäftigte auf Teile ihrer Entgelte verzichten und werden dafür bis Ende März 2022 vor Entlassungen geschützt. Die Maßnahmen gelten für die Deutsche Lufthansa AG, die Lufthansa Technik AG und die Lufthansa Cargo AG.

„Mit diesem Krisenpaket haben wir einen ersten wichtigen Schritt zur Reduktion der Personalkosten am Boden erzielt und können den Ausspruch betriebsbedingter Beendigungskündigungen für das Jahr 2021 vermeiden. Wir dürfen aber nicht nachlassen, weiter an Maßnahmen zur Krisenbewältigung zu arbeiten“, so Michael Niggemann, Vorstand Personal, Recht und M&A der Deutschen Lufthansa AG.

Reduktion der Personalkosten

Einsparungen werden bereits unmittelbar durch den Entfall des Weihnachtsgeldes für 2020 wirksam. Auch für 2021 wurde vereinbart, dass das Urlaubs- und Weihnachtsgeld inklusive Zuschläge entfällt.

Darüber hinaus wird die Kurzarbeit konsequent fortgeführt und die Aufstockung zum Kurzarbeitergeld für das Jahr 2021 von 90 auf 87% reduziert. Insgesamt können damit im Jahr 2021 Personalkosteneinsparungen von bis zu 50 % erreicht werden - je nach Grad des Arbeitsentfalls.

Kündigungsschutz bis 2022

Im Gegenzug hat Lufthansa angekündigt, einen Kündigungsschutz für das Jahr 2021 auszusprechen, der vor Entlassungen bis Ende März 2022 schützt, und Altersteilzeit sowie betriebliche Freiwilligenprogramme anzubieten. Gespräche zu langfristigen Personalkostenreduzierungen ab dem 1. Jänner 2022, wenn das Kurzarbeitergeld entfällt, sollen frühzeitig aufgenommen werden.

Die Vereinbarung steht allerdings noch unter dem Vorbehalt einer Mitgliederbefragung, wie ver.di. betont. Zuvor hatte sich Lufthansa bereits mit der Kabinengewerkschaft UFO über die Eckpunkte eines langfristigen Abkommens geeinigt. (apa/red) 





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