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Austria Center Vienna begrüßt Schutzschirm für Veranstalter

Österreichs Veranstaltungsbranche wurde von den Folgen der Pandemie massiv getroffen. Seit März wurden allein im Austria Center Vienna (ACV) rund 50 Veranstaltungen verschoben oder abgesagt. Damit fiel heuer auch der für Wien so wichtige internationale Kongresstourismus fast vollständig aus.

|  Dr. Susanne Baumann-Söllner (c) IAKW-AG / Andreas Hofer

|  Veranstaltung aus dem Jahr 2019 im Austria Center Vienna (c) IAKW-AG / Ludwig Schedl

|  WU-Vorlesung im September 2020 im Austria Center Vienna (c) IAKW-AG / Ludwig Schedl

Der nun von der Bundesregierung angekündigte Schutzschirm könnte für Veranstalter ein wichtiges Argument sein, trotz unsicherer Zeiten im Jahr 2021 Kongresse in Wien durchzuführen, freut sich ACV-Direktorin Susanne Baumann-Söllner: „Die Veranstalter sind massiv verunsichert, was die Planungen für 2021 betrifft. Daher braucht es jetzt konkrete Maßnahmen, die Vertrauen schaffen und die Planungssicherheit auch in diesen schweren Zeiten spürbar erhöhen“.

Pluspunkt für den Kongressstandort Wien

Der neue Veranstalterschutzschirm hat ein Volumen von 300 Millionen Euro und soll die Planungssicherheit deutlich erhöhen: Falls ein Event eingeschränkt wird oder ausfallen muss, soll es einen Haftungsrahmen und damit eine Risikominimierung von Seiten der Bundesregierung geben.

„Bei Großveranstaltungen ist eine monatelange Planungsvorlaufzeit notwendig. Dabei können kurzfristige Änderungen der Rahmenbedingungen schnell den wirtschaftlichen K.O. bedeuten“, weiß die ACV-Direktorin: „Wir begrüßen daher den angekündigten Schutzschirm, weil er den Veranstaltern Ausgaben ersetzt, die nicht mehr stornierbar sind. Dieses Modell könnte für den Kongressstandort Wien einen wichtigen Impuls bedeuten und auch international schnell Nachahmer finden.“

Rahmenbedingungen für Kongresse

Für eine gute Planungsbasis internationaler Kongresse seien neben dem Schutzschirm aber noch weitere Rahmenbedingungen zwingend erforderlich, betont Baumann-Söllner: „Die derzeitige Beschränkung auf maximal 1.500 Personen für Indoor-Veranstaltungen bedeutet ein Knock-Out-Kriterium für den Großteil unserer Veranstaltungen“.

Spätestens ab dem Frühjahr müssten daher auch die Maximal-Teilnehmerzahlen deutlich nach oben gesetzt werden - sofern es die Entwicklung der Corona-Fallzahlen zulässt. Auch von der internationalen Covid-19-Entwicklung in Europa und in Übersee sei die heimische Kongresswirtschaft so abhängig wie kaum eine andere Branche.

Schnelltests als weiterer Baustein 

„Wir möchten unseren Beitrag leisten, dass Veranstaltungen 2021 mit höchstmöglichen Sicherheitsstandards und höchstmöglicher Teilnehmerzahl stattfinden können. Daher haben wir in Eigeninitiative ein Schnelltest-Pilotprojekt auf den Weg gebracht. Schnelltests und Schutzschirm sind wichtige Bausteine, die dem Kongressstandort Wien im Jahr 2021 wieder einen vorsichtigen Neustart ermöglichen können“, so Baumann-Söllner abschließend. (red)





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