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ACB vergibt den Best Meeting Thesis Austria Award 2020

Bereits zum achten Mal hat das Austrian Convention Bureau (ACB) den „Best Meeting Thesis Austria Award“ an Autoren von Bachelor- und Masterarbeiten mit hoher Relevanz für die Tagungsbranche vergeben.

|  Preisträgerin Belinda Vollmann mit ACB-Präsident Gerhard Stübe (c) Austrian Convention Bureau / convention-photography.at

|  Preisträger Peter Hosp präsentierte die Ergebnisse seiner Arbeit per Video (c) Austrian Convention Bureau / convention-photography.at

Mittels eines zweiteiligen Bewertungsverfahrens durch Meeting-Professionals des ACB wurde „Die Veränderung des Veranstaltungsformats Messe hinsichtlich der Bedürfnisse der Digital Natives“ von Belinda Vollmann - Absolventin der FH Wien der Wirtschaftskammer Wien - zur besten Bachelorarbeit gekürt.

Der Fokus der 22-jährigen Autorin lag bei der Generation Z. Diese Zielgruppe mit maximal 25 Jahren ist in einer digitalisierten Welt aufgewachsen und nutzt das Internet zur Kommunikation sowie für den Produkterwerb, wobei sie in Erlebnisse investiert, die on- und offline geteilt werden können.

Ganzheitliches Mixed-Reality-Erlebnis

Belinda Vollmann fand heraus, dass in der Pre-Show-Phase zumeist mit Werbebeiträgen via Social Media auf die Messe aufmerksam gemacht wird - teils mit Unterstützung von Influencern, die als Vorbilder der Digital Natives fungieren. Ihre Arbeit zeigt auf, dass die Kernpunkte einer attraktiven Messe für die Zielgruppe Networking, Showelemente und interaktive Möglichkeiten - wie Information über ein spezielles Thema oder Einkaufen - sind.

Der Mehrwert liegt im persönlichen Austausch mit Gleichgesinnten, wobei das Zelebrieren des gemeinsamen Interesses einen hohen Stellenwert hat. Touchpoints müssen demnach zielgruppenorientiert inszeniert und durch die Implementierung verschiedener Erlebniskomponenten zu einem ganzheitlichen Mixed-Reality-Erlebnis werden.

Digitale Kommunikation im Kongresswesen

Peter Hosp - Absolvent des Management Center Innsbruck - gewann mit seiner Forschung zu „Digitale Kommunikation im Kongresswesen – Eine Analyse aus Sicht der Teilnehmer/innen“ in der Kategorie „Masterarbeit“. Der Tiroler analysierte die Präferenzen und Barrieren von 441 Teilnehmern unterschiedlicher Verbandskongresse hinsichtlich der digitalen Veranstaltungskommunikation.

Aus den Ergebnissen geht hervor, dass Website und E-Mail nach wie vor zu den am meisten präferierten Informationskanälen gehören. Daneben etablieren sich Apps, die vor allem während der Veranstaltung als Kommunikationstool angewandt werden. Eine untergeordnete Rolle spielt die Kommunikation über Social Media Kanäle.

Klare Präferenzen gibt es hingegen für das Live- oder On-demand-Videostreaming sowie für papierlose Anwendungen im Bereich der Location Based Services. Bei seiner Betrachtung des künftigen Teilnahmeverhaltens fand Hosp heraus, dass sich 87% eine virtuelle Kongressteilnahme grundsätzlich vorstellen können, jedoch der Großteil davon mehr oder überwiegend vor Ort und nur manchmal virtuell teilnehmen möchte.

Green Meeting im Zeichen von Covid-19

Der „Best Meeting Thesis Austria Award“ bietet Studierenden von Fachhochschulen und Universitäten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz die Möglichkeit, ihre für die Tagungsbranche relevanten wissenschaftlichen Arbeiten einzureichen und der österreichischen Tagungsbranche vorzustellen. Diesmal wurden sechs Bachelor- und drei Masterarbeiten nominiert.

Aufgrund von Covid-19 konnte ein Großteil der Einreicher nur via Livestream an der Veranstaltung im Courtyard by Marriott Wien Messe/Prater teilnehmen, die in diesem Jahr erstmals „Green Meeting“ zertifiziert war. Die Präsentationen wurden per Video übertragen. „Die Arbeiten kluger Köpfe sind relevant für das Vorankommen der Branche“, betonte ACB-Präsident Gerhard Stübe. (red)





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