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Wiedersehensfreude bei der jüngsten abta Business Travel Lounge

Sichtlich hoch erfreut, einander nach einer längeren Corona-Zwangspause wieder zu sehen, zeigten sich die Teilnehmer der jüngsten abta Business Travel Lounge in Wien, die diesmal im gastlichen Hotel MAXX by Steigenberger am Margaretengürtel über die Bühne ging.

Foto: Robert Knotz
Foto: Robert Knotz Moderator Hannes Schwarz (HRS), Dr. Irene Klomüller, Olaf Piela (International SOS) und abta-Präsident Andreas Gruber (c) Robert Knotz

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen spannende Referate, die speziell auf die Sorgen der Corona-geplagten Fachwelt Bezug nahmen: Olaf Piéla (International SOS) berichte über die Risikominimierung bei beruflichen Auslandsreisen, während die Ärztin und Psychotherapeutin Dr. Irene Kloimüller aktuelle Überlegungen zum Thema „Fit für die Zukunft“ präsentierte.

Im Vorfeld der Travel Lounge fand die jährliche abta-Generalversammlung mit der Wahl des Vorstandes statt, über die wir hier bereits berichtet haben. Präsident Andreas Gruber stellte dabei zwei Neuzugänge im Vorstand vor: Marion Würtz-Schmiedberger von der cargo-partner GmbH und Angela Lille von der Erste Group Services Gmbh. Mehr über die beiden Damen lesen Sie hier.

Zum Jahr 2021 sagte Gruber, dass, „von Reisetätigkeit nicht viel die Rede sein wird, wenn es so weitergeht“. Trotzdem habe man ein ambitioniertes Programm aufgestellt - in der Hoffnung, möglichst viel davon umsetzen zu können. Im Jänner 2021 soll auch die abta Akademie nachgeholt werden, die im April dieses Jahres den bekannten Umständen zum Opfer gefallen war.

„Wir sind so etwas wie der ÖAMTC“

Für den Fall, „dass einmal etwas schief läuft“, bietet sich den Travel Managern die Hilfe von International SOS an. Wie Olaf Piéla - Business Development Director Austria und Leiter des Wiener Büros - berichtete, haben im letzten halben Jahr die Anfragen aus dem Reisebereich stark zugenommen. Es werden viele Info-Materialien erstellt, wobei sich die in zahllosen Sprachen aufgelegten Corona-Infoblätter als absoluter Hit erweisen.

„Wir sind so etwas wie der ÖAMTC - aber nicht für Autos, sondern für Menschen. Unsere mehr als 10.000 Mitarbeiter - durchwegs Experten in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit, Medizin und Logistik - sind in 85 Ländern direkt erreichbar. Ihre Aufgabe ist es, in Fällen bedrohter Gesundheit oder Sicherheit Leben zu schützen“, skizzierte Piéla die Zielsetzungen seines Unternehmens.

„Corona geht nicht weg“

Der Risiko-Experte zeigte sich auch überzeugt, dass die Bedeutung „psychologischer Gesundheitsfragen“ weiter zunehmen und auch immer öfter zum Thema von Reiserichtlinien werde. Derzeit würden diese Punkte nur von etwa 15% der Firmen ausreichend wahrgenommen. Man dürfe beispielsweise nicht vergessen, welche Probleme dadurch entstehen, dass praktisch über Nacht zahllose Mitarbeiter ins Home Office „geschossen“ wurden.

„Corona geht nicht weg“, meinte Piéla. Auch Ausbrüche weiterer Infektionskrankheiten seien nicht auszuschließen. Für die Unternehmen bedeute dies, dass viele Aufgaben dazukommen, die sie vorher nicht hatten. Zu den Problemen der Krise gehöre neben den Reisebeschränkungen vor allem auch ein erweitertes Haftungsrisiko - verbunden mit einer entsprechenden Fürsorgepflicht.

Der Arbeitgeber müsse seine Geschäftsreisenden entsprechend aufklären und mit Hilfe von Experten so gut wie möglich absichern. „Dieser Punkt ist tatsächlich ernster als bisher zu nehmen“, so Piéla, der abschließend auf den „Leitfaden zur Risikominimierung bei beruflichen Auslandsaufenthalten“ verwies. Er eigne sich ausgezeichnet für die Evaluierung von Dienstreisen und Entsendungen.

Arbeitsfähigkeit als entscheidender Faktor

„Wir werden alle mit dem Virus in irgendeiner Form in Kontakt kommen und damit leben müssen“, leitete Irene Kloimüller ihr Referat „Fit für die Zukunft“ ein. „Fit“ bedeute, dass Mensch und Arbeit möglichst gut zusammenpassen, denn die persönliche Zukunft jedes einzelnen werde durch die Arbeitsfähigkeit massiv beeinflusst.

Die Arbeitsfähigkeit im Berufsleben habe auch großen Einfluss auf das spätere Leben - von Krankheiten bis hin zur Sterblichkeit. Merkmale der Arbeitsfähigkeit seien Gesundheit („wichtige Basis, aber allein zu wenig“), eine gewisse Stabilität, Motivation, Widerstandskraft und vor allem Kompetenz am Arbeitsplatz.

Berufsleben, Privatleben und Schlafleben

Je besser die Arbeitsfähigkeit, desto besser sei es auch um die Produktivität des Unternehmens bestellt. Verbessern lässt sie sich etwa durch Sport, weniger Fließband und die bessere Anerkennung seitens der Vorgesetzten. Für die Unternehmen heiße es also, die richtigen Anforderungen an die Mitarbeiter zu stellen. Sind letztere falsch eingesetzt, so stehen sie unter großem Stress.

Wirksame Führung bedeute, geeignete Strukturen zu schaffen - verbunden mit der Fähigkeit, zu fordern und zu fördern. Um die Arbeitsfähigkeit auch im Alter zu erhalten, bedürfe es schließlich kombinierter Maßnahmen, um durch Integration von Berufsleben, Privatleben und Schlafleben in der richtigen Balance zu bleiben, beschloss Kloimüller ihr Referat. (Dr. Elisabeth Zöckl)





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