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Messen im Herbst: Enorm wichtig für den Wirtschaftsaufschwung

Bei vielen privaten Messeunternehmen in Österreich steht angesichts der unklaren und unsicheren Planungssituation die Existenz auf dem Spiel. Darauf weist die Interessensgemeinschaft der privat geführten österreichischen Messeunternehmer (IGÖM) hin, die insgesamt 36 Messen vertritt.

|  Weinmesse Innsbruck (c) Mike Vogl - vogl-perspektive.at

Allein im Jahr 2019 fanden in Österreich mehr als 150 große Messen mit rund 20.000 Ausstellern und 2,8 Millionen Besuchern statt. Dennoch sind die Messeunternehmer in Nöten, erklärt Thomas Wiltner als stellvertretender Vorsitzender der IGÖM.

„Alle Messeunternehmen leiden unter einer Art tödlicher Doppelmühle. Die fehlenden Vorgaben seitens der Regierung verunmöglichen eine Planung für den Herbst. Aussteller fordern aber Klarheit, um ihrerseits die unternehmerische Entscheidung zur Teilnahme treffen zu können“, so Wiltner.

Zudem brauche die Organisation von Messen im Normalfall eine sechs- bis zwölfmonatige Vorbereitungszeit. Durch hohe Vorlaufkosten, die zum Messetermin hin nochmals sprunghaft ansteigen, drohen kaufmännisch unverantwortlich hohe Verluste und vielen Unternehmen das Ende. Die derzeitigen Hilfsmaßnahmen würden aber auf diese Umsatzstruktur keine Rücksicht nehmen.

Maßnahmenkatalog für die Regierung

Die IGÖM ist daher aktiv geworden: In Abstimmung mit den „Messen Austria“, die elf große Messe- und Betreibergesellschaften vertreten, wurde ein detaillierter Maßnahmenkatalog erarbeitet, um im Herbst unter vorstellbaren und realistischen Auflagen wieder Messen durchführen zu können. Die Auflagen, die auch im Handel gelten, könnten dabei zum Großteil auch auf Messen mit zusätzlichen Vorschriften umgesetzt werden.

Messen würden für viele kleine und mittlere Unternehmen kostengünstige Möglichkeiten zur direkten Kundenansprache und zum Verkauf ihrer Produkte bieten. Großunternehmen werde durch die Kundennähe der Marktwiedereintritt erleichtert. Messen würden daher bei einem raschen Wirtschaftsaufschwung in allen Wirtschaftszweigen helfen, betont Peter Lindpointner Geschäftsführer von Messen CMW und Vorstand der IGÖM.

"Messen sind ein äußerst wichtiger Wirtschaftsfaktor! Aussteller setzen dort oft in wenigen Tagen Geschäfte um, die eine Auslastung für die nächsten Wochen oder Monate sichern. Nachfolgende Aufträge ermöglichen sogar den Umsatz regelmäßig und längerfristig – oft über Jahre", so Lindpointner. Darüber hinaus würden Messen durch direkte und indirekte Wertschöpfungsketten enorm hohe Umwegrentabilitäten erzielen. (red)





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