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Tourismusbarometer 2019: Ist der Höhenflug schon vorbei?

Das Beratungsunternehmen Deloitte und die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) erheben in ihrem Tourismusbarometer alljährlich die Lage im heimischen Tourismus. Das Ergebnis in diesem Jahr: Die Stimmung bleibt zwar positiv, der Höhenflug dürfte aber vorbei sein.

Foto: Stadt Wien
Foto: Stadt Wien Strauß-Denkmal im Wiener Stadtpark

Der Tourismusindex verschlechterte sich im Vergleich zu 2018 leicht von 2,83 auf 2,88. Bewertet wurden dafür die wirtschaftliche Lage der Branche, die individuelle Situation der Betriebe und die regulatorischen Rahmenbedingungen. Dazu wurden österreichweit rund 250 Unternehmer befragt.

„Auch wenn Nächtigungen und Umsatz steigen, bleibt den Betrieben unter dem Strich zu wenig übrig. Personalkosten, bürokratischer Aufwand und die Steuerlast drücken die Erträge“, so Andreas Kapferer, Partner bei Deloitte Tirol.

Bei genauerer Analyse der Situation wird außerdem ein Ost-West-Gefälle deutlich. Wien nimmt den Schwung der EU-Ratspräsidentschaft in der Wintersaison mit und performt überdurchschnittlich. In Vorarlberg sind die Touristiker mit dem Winter am wenigsten zufrieden. Dennoch rechnet die Branche österreichweit überwiegend mit einem erfolgreichen Sommer.

Chronischer Fachkräftemangel

Bei allem Optimismus bleibt allerdings die Mitarbeitersituation weiterhin angespannt. Auch die neue Regelung zur Arbeitszeitflexibilisierung ist für die Unternehmen schwierig in die Praxis umzusetzen. Für 61% der Betriebe bringt das Gesetz keinen unmittelbaren Vorteil.

„Derzeit sind drei Viertel der Betriebe auf der Suche nach Fachkräften Der steigende Bedarf wird durch die Bevölkerungsentwicklung noch weiter verstärkt, die Schere zwischen offenen Stellen und potenziellen Mitarbeitern geht weiter auf“, so ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer.

Sinkende Erträge und Kostendruck

Neben dem Arbeitskräftethema stellen die angespannte Kostensituation und der hohe bürokratische Aufwand aktuell die größten Belastungen für die Betriebe dar. Die Touristiker hatten sich Entlastungen durch eine Steuerreform erhofft. Die dadurch erwartete Steigerung der Ertragskraft und Wettbewerbsfähigkeit bleibt nun zumindest vorerst aus.

„Die Tourismusunternehmen benötigen in den nächsten Jahren eine umfassende Steuerentlastung. Das ist eine Grundvoraussetzung, um auch in den nächsten Jahren erfolgreich wirtschaften zu können“, so Kapferer. (red) 





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