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Air Berlin: Verhandlungen mit Lufthansa und easyJet bis 12. Oktober

Der Aufsichtsrat der Air Berlin hat gestern, am 25. September 2017, den aktuellen Stand der Bietergespräche für den Verkauf des Unternehmens besprochen: Wie erwartet, sollen Lufthansa und Easyjet zum Zug kommen. 

Der Airline liegen von der Lufthansa Angebote für die Tochtergesellschaften Luftverkehrsgesellschaft Walter (LGW), die österreichische Ferienfluggesellschaft NIKI sowie 13 Mittelstreckenflugzeuge der Air Berlin vor. Der britische Low-Cost-Carrier easyJet hat ein Angebot zur Übernahme von 27 bis 30 der Airbus-Mittelstreckenflieger abgegeben. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Wenn die Abschlüsse wie geplant finalisiert werden, bestehe eine gute Chance, den KfW-Kredit zurückzuzahlen.

„Wir sind noch nicht am Ziel der Verhandlungen. Ein stabiler Flugbetrieb in den kommenden Tagen und Wochen ist Grundvoraussetzung für den Erfolg. Alles andere gefährdet die Verhandlungen“, so Frank Kebekus, Generalbevollmächtigter. Viele der mehr als 8.000 Air-Berlin-Beschäftigte können aus Sicht des Managements bei den möglichen Käufern der insolventen Fluggesellschaft unterkommen.

"Es wird uns nicht möglich sein, alle Arbeitsplätze zu erhalten", sagt der Sachwalter der Gläubiger, Lucas Flöther. Vier von fünf Mitarbeitern hätten aber gute Jobperspektiven bei den Bietern. Der Flugbetrieb ist laut Kebekus bis zum 1. November 2017 durchfinanziert. Von den Käufern erwartet Air Berlin deshalb eine Zwischenfinanzierung bis zum Jahresende. Dann wird die Zustimmung der EU-Kommission zum Verkauf erwartet.

Aus für Langstrecke

Das Langstreckenangebot der Air Berlin muss zum 15. Oktober 2017 vollständig beendet werden, da die Leasingfirmen sukzessive ihre Airbus A330-Jets zurückziehen. Die Verbindung zwischen Düsseldorf und Los Angeles wird daher am heutigen 25. September 2017 eingestellt. Die weiteren Streichungen folgen zum 16. Oktober 2017. Im Europa-Verkehr streicht die Airline zum 29. September 2017 die Verbindung zwischen Hamburg und München sowie zwischen Köln/Bonn und München. Weitere Anpassungen im Flugplan werden in den kommenden Tagen folgen. (apa/red)





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