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Jubiläum für Austrian Airlines: 60 Jahre bewegte Geschichte

Zum Anlass ihres 60-jährigen Bestehens hat Austrian Airlines das Buch „Ein Lächeln fliegt um die Welt. Eine Zeitreise durch die Geschichte von Austrian Airlines“ präsentiert, das vor allem den politischen Einfluss rund um ihre Gründung beleuchtet.

„Die Austrian Airlines war von ihrer Gründung bis zur Privatisierung 50 Jahre oftmals ein Spielball der Politik“, erklärt Buchautor Peter Baumgartner. So erlangte die Republik Österreich bereits mit dem Staatsvertrag 1955 ihre Lufthoheit wieder zurück, aber erst 1957 war mit dem Luftverkehrsabkommen zwischen ÖVP und SPÖ die politische Voraussetzung für die Gründung einer Fluglinie geschaffen. Der Erstflug nach London folgte am 31. März 1958.

Finanzielle Probleme sorgten außerdem von Beginn an für wirtschaftliche Turbulenzen, da es der AUA schnell an Kapital fehlte. Nach Kosten- und Personalreduktionen gelang es überhaupt erst 1971 erstmals, einen Bilanzgewinn auszuweisen. Der heutige CEO Kay Kratky bezeichnete seine Fluglinie daher bei der Buchpräsentation auch als „kleines österreichisches Wirtschaftswunder“. Auch während der Restrukturierung nach der Privatisierung, als der „sprichwörtliche Kuckuck nicht erst an die Tür klopfte, sondern bereits in der Firmenzentrale herumflog“, war es „eine Sekunde vor Zwölf“, so der Vorstandsvorsitzende.

Kooperationen und Übernahme

Die 1990er-Jahre stellten für Austrian Airlines das Jahrzehnt der Kooperationen dar. Es erfolgten eine enge Zusammenarbeit mit Swissair und der Luftfahrtallianz Qualiflyer Group sowie der Zusammenschluss mit Tyrolean, Rheintalflug und Lauda Air. Ebenfalls brachte der Wechsel zur Star Alliance nach der Jahrtausendwende eine Vielzahl an Synergien im Vertrieb. Diese wurden jedoch durch Terror, SARS sowie die Vogelgrippe und erneute finanzielle Probleme überschattet.

Nach der Finanzkrise 2008 wurde die Fluglinie privatisiert und Lufthansa erhielt den Zuschlag für den Kauf. Was folgte, war eine harte Sanierung, welche sich jedoch auszahlen sollte. Die Veränderungen begannen sich nach und nach in den Unternehmenszahlen widerzuspiegeln. 2013 konnte Austrian erstmals wieder seit 2007 ein positives operatives Ergebnis präsentieren. Die verbesserte Finanzlage lieferte die Grundlage für die Anschaffung einer Boeing 777 sowie neuwertigen Mittelstreckenjets. 

Passagierrekord zum Jubiläum

Zwei wesentliche Faktoren sind laut Buchautor Peter Baumgartner dafür verantwortlich, dass die AUA noch in der Luft ist, während andere Airlines straucheln: Erstens die Privatisierung und Integration in die Lufthansa-Gruppe und zweitens die Mitarbeiter. Das unterstreicht auch Austrian CEO Kay Kratky in dem Buch: Die Mitarbeiter der AUA seien Kämpfer, die auch in schwierigsten Situationen und unter größter Belastung durchkommen.

2017 wird Austrian Airlines zum fünften Mal in Folge schwarze Zahlen schreiben und auch einen Passagierrekord präsentieren können. „Erstmals seit der Gründung werden wir über 12 Mio. Passagiere im Jahr befördern“, kündigt Kratky an. 2018 werde Austrian Airlines außerdem weiter wachsen und ihr zwölftes Langstreckenflugzeug erhalten. 150 weitere Mitarbeiter werden im Zusammenhang mit dem Erwerb einer weiteren Boeing 777 aufgenommen. Auch wenn die Austrian Airlines noch nicht an ihrem Ziel angelangt sei, befinde sie sich weiter im Steigflug, freut sich ihr CEO. (red)





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