10 August 2017, 15:02   
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Unternehmen „vergessen“ auf Fürsorgepflicht bei Geschäftsreisen

52% der deutschen Geschäftsreisenden wissen nicht, wer auf Arbeitgeberseite im Falle einer Notsituation kontaktiert werden sollte. Zu diesem alarmierenden Ergebnis kommt eine repräsentative Studie von Concur.
Foto: istockphoto

Was ursächlich zu dieser Situation beitragen könnte: 45% der Großunternehmen hat den Arbeitnehmern zufolge für Krisensituationen keine klaren Prozesse definiert. Bei kleinen oder mittelständischen Firmen sind es sogar 57%. Knapp zwei Drittel der Arbeitnehmer würden daher im Krisenfall den Chef oder Kollegen um Hilfe bitten, 28% würden auf Selbsthilfe setzen und 11% Freunde oder die Familie kontaktieren.

Immerhin 72% der Befragten wissen um die Fürsorgepflicht ihres Arbeitgebers. Allerdings geben nur 19% der Befragten an, dass der Arbeitgeber darüber proaktiv informiere, während 28% der Mitarbeiter noch nie etwas von dieser Fürsorgepflicht gehört haben. Dabei sorgen sich 52% der Geschäftsreisenden aufgrund negativer Schlagzeilen vermehrt um Gefahren.

Können die Arbeitgeber angemessene Hilfe leisten?

55% der Befragten vertrauen generell auf ein schnelles und zuverlässiges Handeln des Arbeitgebers in Krisensituationen. 22% dieser generell zuversichtlichen Mitarbeiter glaubt aber, dass ihr Unternehmen nur in weniger schweren Notfällen angemessene Hilfe leisten könnte. 25% trauen dem Unternehmen eine Notfallunterstützung grundsätzlich nicht zu. Jeder Fünfte (19 Prozent) ist sich nicht sicher, ob der Arbeitgeber zu einer angemessenen Unterstützung in der Lage wäre.

Immerhin 37% der Geschäftsreisenden haben bereits Erfahrungen mit riskanten Situationen gemacht. Von diesen wurden nur die Hälfte proaktiv von ihrem Unternehmen kontaktiert. Wenn die Unternehmen reagierten, geschah das allerdings oft zügig: 50% der Arbeitgeber, die proaktiv auf eine Gefahrenlage reagierten, meldeten sich innerhalb der ersten zwei Stunden und 22% sogar innerhalb einer Stunde.

Weltweite Gefahrenlage beeinflusst die Reisenden

Die Studie zeigt zudem, dass die aktuelle Berichterstattung über weltweite Gefahrenlagen jeden zweiten Geschäftsreisenden oder dessen Umfeld beeinflusst: In jedem vierten Fall (24%) sind Angehörige zunehmend beunruhigt und 19% der Befragten sorgen sich um die eigene Sicherheit oder die der Kollegen, reisen aber unvermindert oft. In 15% der Fälle hat das Unternehmen reagiert und Reisen in bestimmte Regionen eingeschränkt oder in Lösungen für das Risikomanagement investiert.

„Angesichts vielfältiger globaler Gefahrenlagen und einer zunehmenden Anzahl an Geschäftsreisen, müssen die Unternehmen zuverlässig wissen, wo sich ihre Mitarbeiter aufhalten. Nur so können sie ihrer Fürsorgepflicht im Krisenfall nachkommen“, sagt Götz Reinhardt, Managing Director EMEA Central bei Concur: „Wichtig ist aber auch die Kommunikation. Zum einen sollten Unternehmen sicherstellen, dass sie ihre Mitarbeiter auch dann noch zuverlässig erreichen können, wenn beispielsweise Mobilfunknetze zusammenbrechen. Zum anderen besteht auf Arbeitnehmerseite ein klarer Informationsbedarf.“ Informationen zur Risk-Messaging-Lösung von Concur sind hier zu finden. (red)


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Autor:


Redaktion / tma online

Wolfgang Tropf ist freier Journalist und schreibt seit fast 20 Jahren über Reise- und Touristik-Themen. Für den Profi Reisen Verlag betreut er vornehmlich tma online.





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