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NIKI: Etihad lässt das Joint Venture mit TUIfly platzen

Die Verhandlungen von Etihad Airways und TUI sind beendet: Laut einem Schreiben des TUI-Konzerns an seine Mitarbeiter hat Air Berlins Großaktionär alle Gespräche über die Gründung eines gemeinsamen Ferienfliegers abgebrochen.

Die TUIfly-Mutter TUI, Air Berlin und Etihad hatten ihre Pläne für die Verschmelzung der TUIfly-Flotte mit der österreichischen NIKI erstmals im Oktober 2016 bekannt gegeben. Zunächst sollte die neue Airline zum Beginn des Sommerflugplans 2017 loslegen, doch dann verzögerte sich der Start - und nun ist er endgültig geplatzt.

„Etihad strebt offenbar eine Perspektive für das Gesamtunternehmen Air Berlin/NIKI an und will NIKI nicht länger aus der Air Berlin herauslösen. Das ist eine andere Grundlage als das, was Etihad und seine Gesellschafter im Dezember 2016 mit uns vereinbart haben", heißt es in dem internen Schreiben. Die Beendigung der Gespräche mit Etihad hätten allerdings keine konkreten Auswirkungen auf den Flugbetrieb oder die Arbeitsplätze bei TUIfly. Auch der bestehende Wetlease-Vertrag mit NIKI bleibe unverändert bestehen.

Air Berlin hatte bereits vor dem geplatzten Joint-Venture mit schwerwiegenden Problemen im Flugbetrieb zu kämpfen. Immer wieder kam es zu Engpässen bei den Crews, zu Verspätungen und Umleitungen, weil zu wenig Flugzeuge vorhanden sind. Dazu gesellten sich Gepäckstaus in Berlin-Tegel, weil der neu engagierte Bodendienstleister Aeroground in den ersten Wochen seine Arbeit nicht schaffte. Wie es nun mit der deutschen Airline weitergehen soll, ist jetzt daher noch weniger klar als zuvor. (apa/red)





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